Im Wald: KulturTopf setzt Natur und Kultur in Szene
Mit Literatur, Musik und Kunst im Waldlehrpfad Kaltbrunn-Benken bot der jüngste KulturTopf von der Region Zürichsee-Linth ein stimmungsvolles Erlebnis.

Wie die Region Zürichsee-Linth mitteilt, führte der diesjährige KulturTopf von KulturZürichseeLinth die Besucherinnen und Besucher Ende Mai in den Waldlehrpfad Kaltbrunn-Benken. Inmitten der Natur verknüpfte der Anlass Literatur, Musik und Kunst zu einem stimmungsvollen Gesamterlebnis.
Der gemeinsame Spaziergang vom Bahnhof Benken zum Pavillon des Waldlehrpfads stimmte die Gäste auf den Abend ein. Der Weg war gesäumt von Sprach-Impulsen von Judith Keller und dezent begleitet von Klängen von Andreas Tschopp. Die Kulisse des Waldes mit seinen Geräuschen, Düften und Farben liess Schritt für Schritt den Alltag hinter sich.
Kultur lebt in der Region Zürichsee-Linth
Begrüsst wurden die Gäste durch den Vizepräsidenten von KulturZürichseeLinth, Matthias Thoma. An diesem Abend zur Seite standen ihm die Mitglieder des Vorstandes sowie Karin Hermann von der Geschäftsstelle.
Thoma bedankte sich in seinen Eingangsworten bei der Ortsgemeinde Kaltbrunn und beim Verein Waldlehrpfad Kaltbrunn-Benken für das Gastrecht. In seinem Rückblick erwähnte er die erfreuliche Zahl von 120 Fördergesuchen, die bei KulturZürichseeLinth im vergangenen Jahr eingegangen sind. Dies widerspiegelt die Vielfalt und das Engagement der Kulturschaffenden in der Region.
Eintauchen in Worte, Klang und Wald
Die Mischung des Abends passte. Gestartet wurde mit einem reichen Apéro, der Gelegenheit zum Austausch bot. Danach war das Zusammenspiel zwischen Natur und Kultur mit der preisgekrönten Schriftstellerin Judith Keller und dem international gefragten Posaunist und Instrumentalist Andreas Tschopp dran.
Keller trug poetische kecke Kurztexte vor, die sich mit Wahrnehmung, Natur und Sprache auseinandersetzten. Tschopp begleitete die Worte mit Flöte, Posaune und Kuduhorn. Der Dialog zwischen Wort, Klang und Naturambiente verlieh dem Ganzen eine stimmungsvolle Ebene.
Vernissage der Installation von Nico Schläpfer
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Eröffnung der Installation «Zwischenraum» von Nico Schläpfer aus Rapperswil. Die Arbeit besteht aus organisch geformten Edelstahlplatten mit filigranen Laserschnitten und setzt sich mit den oft unsichtbaren Prozessen des Lebens in der Natur auseinander.
In ihrer Ansprache würdigte Vorstandsmitglied Nicole Steiner die intensive Auseinandersetzung des Künstlers mit dem Ort und dessen Beobachtungen im Wald.
Die Installation versteht sich als offenes Werk, das sich durch den Einfluss der Elemente laufend verändert. Dadurch entsteht eine Zwiesprache zwischen Kunst und Natur. Während eines Jahres bleibt die Installation im Waldlehrpfad ausgestellt und lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, die Veränderungen im Lauf der Jahreszeiten zu beobachten.
Genussvoller Ausklang des Abends
Der Abend klang beim beerig-bäumigen Dessert in geselliger Atmosphäre aus. Der KulturTopf zeigte einmal mehr, wie Begegnungen an aussergewöhnlichen Orten neue Perspektiven eröffnen und (Kultur-)Menschen miteinander verbinden.










