Wie die Gemeinde Arlesheim angibt, wird die Jahresrechnung 2021 mit einem Verlust von 836‘746,07 Franken beendet. Budgetiert war ein Minus von 306‘280 Franken.
Blick von der Ermitage aus auf den Dorfkern und Dom zu Arlesheim.
Blick von der Ermitage aus auf den Dorfkern und Dom zu Arlesheim. - Nau.ch / Werner Rolli

Die Jahresrechnung schliesst bei einem Aufwand von 55,457 Millionen Franken und einem Ertrag von 54,620 Millionen Franken mit einem Verlust von 836‘746,07 Franken ab, budgetiert war ein Verlust von 306‘280 Franken. Gegenüber dem Budget entspricht dies einer Verschlechterung von 530‘466,07 Franken.

Diverse grössere Abweichungen auf der Aufwand- sowie auf der Ertragsseite haben zu diesem Resultat beigetragen. Selbst bei einer seriösen Budgetierung fallen diverse Mehrkosten und Minderausgaben an. Im Bereich der gebundenen Ausgaben werden Mengengerüste aufgrund von Erfahrungswerten geschätzt.

Dies kann Ungenauigkeiten zur Folge haben. Beim Aufwand hat der Gemeinderat im Budget 2021 viele Einsparungen gemacht, diese wurden eingehalten. Die Mehrkosten gegenüber dem Budget entstanden grösstenteils beim Personalaufwand.

Hohe Investitionen beim Bau des Gemeindesaals

2021 wurden Nettoinvestitionen von 1,1 Millionen Franken getätigt, budgetiert waren 12,4 Millionen Franken. Die grosse Abweichung gegenüber dem Budget entstand durch den späteren Baubeginn beim Gemeindesaal. Der Selbstfinanzierungsgrad des Gesamthaushaltes beträgt 125 Prozent, die Investitionen konnten somit mit eigenen erwirtschafteten Mitteln finanziert werden.

Der ausgewiesene Verlust von 836‘746,07 Franken wird dem Eigenkapital belastet, welches damit per 31. Dezember 2021 einen Betrag von 21‘589‘903,88 Franken ausweist und vergleichsweise hoch ist. Die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten betragen 26 Millionen Franken.

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