Wie die Gemeinde Gurmels berichtet, ergaben sämtliche Analysen von 2021, dass das Trinkwasser der Gemeinde den Anforderungen entspricht.
Rueyres
Trinkwasser. (Symbolbild) - Keystone

Die Gemeinde informiert die Konsumenten mindestens einmal jährlich umfassend über die Qualität des Trinkwassers. Die Gemeinde Gurmels ist dem Trinkwasserverbund Bibera TWB angeschlossen.

Als Wasserresourcen stehen grundsätzlich und in dieser Prioritätsreihenfolge die gemeindeeigenen Quellen, der Grundwasserbrunnen Jeuss, sowie die Quellen des Wasserkonsortiums CEFREN Freiburg zur Verfügung. Davon ausgenommen ist Wallenbuch; dieser Ortsteil wird durch die Wasserversorgung Laupen mit Trink- und Löschwasser beliefert.

Problematik der Abbauprodukte des Pflanzenschutzmittels Chlorothalonil

In den Mitteilungsblättern März 2020 und Juli 2020 wurde die Bevölkerung ausführlich über die Situation Chlorothalonil informiert. Ab Februar 2020 wurde das Quellwasser der Gemeinde Gurmels und das Grundwasser vom Brunnen Jeuss (TWB) nicht mehr verwendet, auf Grund zu hoher Werte der Chlorothalonil-Rückstände (Metaboliten).

Das benötigte Trink- und Löschwasser wurde daher vollständig vom Wasserkonsortium Freiburg CEFREN bezogen. Ab Mitte Juli 2021 wurde der Grundwasserbrunnen Jeuss nach Freigabe durch den Kantonschemiker, gestützt auf eine Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts, wieder ans Netz genommen.

Die Werte des Chlorothalonils beim Grundwasser Jeuss zeigen eine sinkende Tendenz auf, liegen aber noch über dem Grenzwert. Die Bevölkerung wurde per Website der Gemeinde Gurmels entsprechend informiert.

Diese Information gibt es aktuell auf der Website der Gemeinde Gurmels unter der Rubrik UmweltWasser. Die Quellen der Gemeinde Gurmels werden zurzeit noch nicht verwendet.

Eine mögliche Wiederinbetriebnahme der Quellen aufgrund der sinkenden Chlorothalonil-Werte wird zurzeit überprüft. Bei einer Wiederinbetriebnahme wird die Bevölkerung entsprechend informiert.

Die Herkunft des Trinkwassers im gesamten Gemeindegebiet, ausser in Wallenbuch

Das bei der CEFREN bezogene und über das Reservoir Tschenett verteilte Wasser stammt zu ca. 70 Prozent aus den Tuffière-Quellen (Gemeindegebiet Gibloux) und zu ca. 30 Prozent aus dem Greyerzersee. Allerdings gelangt kaum Wasser aus dem Greyerzersee bis nach Gurmels, weil dieses Wasser grösstenteils bereits vor dem Reservoir Tschenett an die angeschlossenen Endverbraucher verteilt wird.

Das Wasser aus den Tuffière-Quellen wird vorbeugend mit einer Ultraviolett-Anlage behandelt. Die Aufbereitung des Seewassers erfolgt durch eine Vor-Ozonierung mit Flockung und einer Filtration mit Aktivkohle sowie durch eine Schlussdesinfektion mit Chlorodioxid.

Im ersten Halbjahr 2021 wurde ausschliesslich Wasser von CEFREN verteilt. Seit Juli 2021, mit der Wiederinbetriebnahme des Brunnen Jeuss, wird noch der Anteil Wasser von CEFREN bezogen, welcher für die Deckung des Gesamtbedarfs benötigt wird.

Das Wasser vom Brunnen Jeuss wird mit dem Wasser von CEFREN direkt im Leitungssystem gemischt.

Herkunft des Trinkwassers für Wallenbuch

Die Versorgung erfolgt ab der Wasserversorgung Laupen. Es handelt sich um UV-behandeltes Grundwasser. Das Waser der WV Laupen überschreitet den Grenzwert für das Chlorothalonil bei zwei Metaboliten.

Da die Wasserversorgung Laupen über keine technische Alternative zu ihrer Wasserversorgung verfügt, wird dieses Wasser weiterhin verteilt. Die Einwohner von Wallenbuch wurden im August 2020 mit einem separaten Schreiben über die Situation informiert.

Die Einwohnergemeinde Laupen hat im Mai 2021 die aktuellen Messungen des Chlorothalonils publiziert.

Verbrauch 2020

Die Trinkwasserversorgung Gurmels lieferte den Haushalten im Jahr 2020 ca. 283 Millionen Liter Wasser. Zusätzlich wurden durch die Haushalte in Wallenbuch im Jahr 2020 ca. 16 Millionen Liter Wasser bezogen.

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