Freiburg strebt nachhaltige Integration von Ukraine-Flüchtlingen an
Der Kanton Freiburg möchte bis Ende Jahr die Hälfte seiner Ukraine-Flüchtlinge im arbeitsfähigen Alter in den Arbeitsmarkt integrieren. Das geht aus der Strategie hervor, die er am Montag vorstellte.

Der Kanton kommt damit einer Forderung des Bundes nach. Dieser will die Hälfte der Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren mit einem Ausweis S, die seit mindestens drei Jahren in der Schweiz wohnen, in den Arbeitsmarkt integrieren. Kantone, die unter diesem Wert liegen, müssen bis Mitte Januar 2026 einen Aktionsplan vorlegen.
Im Kanton Freiburg liegt der Anteil aktuell bei gut 36 Prozent. In der geforderten Strategie zeigt der Kanton nun auf, wie er bis Ende Jahr 100 weitere Personen in den Arbeitsmarkt bringen will, wie die Staatskanzlei am Montag mitteilte.
Unter anderem sollen die Schutzsuchenden individuell enger begleitet werden. Für jede betreute Person wird ein Aktionsplan erstellt, der Arbeitssuche, Ausbildung, Sprachkurse oder andere spezifische Massnahmen umfasst. Künftig können diese Personen nach einer einfachen Meldung durch das Unternehmen noch am selben Tag ihre Arbeit antreten.
Angesichts des Arbeitskräftemangels in mehreren Wirtschaftssektoren, insbesondere im Baugewerbe, in der Pflege oder der Gastronomie, spricht der Kanton im Zusammenhang mit der beruflichen und sozialen Integration der Schutzsuchenden von einem Glücksfall.






