Endlich hat das Papiliorama wieder seine Türen für das Publikum geöffnet.
Titanwurz
Die aufgeblühte Titanwurz-Blume im Papiliorama (links). - Keystone

Gross war die Erleichterung und die Freude, als das Team der Stiftung Papiliorama am Mittwoch von den Lockerungsbeschlüssen des Bundesrates und der damit verbundenen Wiedereröffnung der Institution erfuhr. Seit Montag, 19. April hat das Papiliorama seine Türen wieder fürs Publikum geöffnet.

Während insgesamt mehr als 7 Monaten war das Papiliorama seit Beginn der Pandemie bereits geschlossen. Allein die letzte Schliessung dauerte über 3 Monate, während denen über die Hälfte der rund 120 Mitarbeiter in Kurzarbeit war.

In Bereichen wie der Rezeption oder dem Restaurant konnte der Betrieb relativ einfach heruntergefahren werden. In den lebenden Ausstellungen ist hingegen eine ständige Betreuung und Pflege notwendig. So stand das Tierpflegeteam voll im Einsatz und auch die Gärtner und Techniker waren regelmässig vor Ort.

Wie schwierig die langen Schliessungsphasen für die Mitarbeiter waren, weiss HR-Verantwortliche Karin Leray nur allzu gut: «Während dem ersten Lockdown im Frühling waren die Wochen Zuhause für alle Mitarbeitenden einfacher zu bewältigen als die letzten Monate in Kurzarbeit während der Winterzeit.

Die Ungewissheit zu welchem Zeitpunkt die Arbeit im Papiliorama wieder aufgenommen werden kann verbunden mit Existenzängsten hat nicht zu einem guten Lebensgefühl beigetragen. Die Erfüllung des Stiftungszwecks, der Vermittlung der Schönheit der Natur, ist für alle sehr befriedigend».

2020 gut überstanden

Die Stiftung Papiliorama hat das erste Krisenjahr 2020 relativ gut überstanden, vor allem dank einer umfassenden Betriebsversicherung und der Kurzarbeitsentschädigung.

Im neuen Jahr hat sich die finanzielle Lage jedoch deutlich zugespitzt, da die letzten finanziellen Reserven austrocknen. Vom Jahreshöhepunkt Ostern und den einkommenswichtigen Frühlingsferien konnte das Papiliorama zum zweiten Mal in Folge nicht profitieren.

Die Wiedereröffnung ist zwar äusserst erfreulich, bringt aber auch eine Beschränkung der Besucherzahlen und damit der Einnahmen mit sich. Die Stiftung hofft nun auf eine Härtefallentschädigung zur Linderung der Situation.

Freunde des Papiliorama können auch über einen Spendenlink auf der Website die Institution unterstützen und damit helfen, die schwierigen Zeiten abzufedern.

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