Lyss: Höchstetten A siegt trotz vieler Fehlstreiche
Am 2er-Verbandsfest vom Samstag, 22. August 2026, in Lyss sorgten Nebel und wechselnde Sicht für viele Numeros. Höchstetten A holte dennoch den Festsieg.
Am 2er Verbandsfest NOHV-OZHV in Lyss am Samstag, 22. August 2026, der 1. und 2. Stärkeklasse freuten sich die Zuschauer im Vorfeld auf ein sportliches Feuerwerk. Bereits beim Anhornussen gab es viele Fehlstreiche, auch von Spielern, von denen die fachkundigen Zuschauer, dies nicht erwartet hatten. Das sportliche Feuerwerk blieb in Lyss aus.
Der langersehnte Regen viel endlich im Verlaufe der Woche. Die Spielfelder waren trotz dem Regen in gutem Zustand. Rund ums Festzelt musste das OK und ihre Helfer etwas nachbessern und an gewissen Stellen Stroh streuen, da das Wasser nicht komplett versickerte.
Der Regen hatte auch seinen Einfluss auf die Sicht. Bereits beim Bock setzen gab es kleine Herausforderungen. Da der Nebel noch über den Spielfeldern lag, war das Ausrichten des Bocks nicht ganz so einfach.
Pünktlich auf Spielbeginn, hatte sich der Nebel verzogen. Die Mannschaften, welche als erstes Abtun konnten, hatten an diesem Tag einen kleinen Vorteil. Zu Beginn war der Himmel noch bewölkt.
Dies änderte sich jedoch um den ersten Wechsel herum. Der klare, blaue Himmel war gespickt mit Wolken. Dies sind Sichtverhältnisse, welche nur wenige Hornusserinnen und Hornusser mögen und hatte zur Folge, dass es viele Numeros gab.
In der 1. Stärkeklasse konnten nur 2 Mannschaften und in der 2. Stärkeklasse 5 Mannschaften alle Hornusse abtun.
Roman Hugi Höchstetten A sagte: «Heute war die Riesarbeit entscheidend. Wir haben im Ries eine super Teamleistung abrufen können und es wurde nie brenzlig. Die Fehlstreiche konnten wir ausblenden und uns aufs Abtun konzentrieren.»
In der 1. Stärkeklasse musste der Favorit Höchstetten im Anhornussen ungewohnt viele Fehlstreiche hinnehmen. Mit 566 Punkten haben sie ihre Stärke nicht ausspielen können. Mit nur gerade 39 Punkten Vorsprung starteten sie am Mittag gegen Mättenwil-Brittnau A auf Ries 1. Am Nachmittag konnten sie aufdrehen, auch wenn sich einzelne Spieler weitere kurze Streiche schreiben lassen mussten.
Mit total 1'762 Punkten und 0 Numeros freuten sie sich dennoch über einen weiteren Festsieg. Die zweite Mannschaft, welche alle Hornusse abtun konnte, war Epsach A mit 1'321 Punkten. Sie erkämpften sich den 2. Rang.
Gondiswil A musste sich am Morgen schon ein Numero schreiben lassen. Da am Nachmittag keine weitere dazu kam, durften sie mit 1'571 Punkten, das dritte Horn in Empfang nehmen. Das vierte Horn ging mit 1'571 Punkten und einem Numero ebenfalls in den Oberaargau an Oberönz-Niederönz A.
Die vielen Fehlstreiche machten sich vor allem bei der Einzelschlägerwertung bemerkbar. Der Favorit Nino Schüpbach Höchstetten A startete mit den Streichen 14, 21 in den Tag. Er vermochte noch aufzudrehen.
Mit 126 Punkten resultierte der 2. Rang. Geschlagen wurde er an diesem Tag von Jörg Erni Gondiswil A 133 Punkte. Als Dritter auf das Podest gesellte sich Robin Huber Höchstetten A 124 Punkte.
Den Preis als bester Nachwuchshornusser gewann Julian Grütter Höchstetten B 74 Punkte.
Der letzte Kranz wurde mit 92 Punkten und die letzte Zweitauszeichnung mit 83 Punkten abgegeben.
Jörg Erni meinte nach dem Spiel: «Ich wusste, was die Konkurrenz bisher geschlagen hatte. Mir war bewusst, wie viele Punkte ich noch benötige für den Sieg.» Seine mentale Stärke zeigte er bereits kurz nach dem Mittag, als er nach dem dritten Streich einem 23, das defekte Träf wechseln musste und im Anschluss ein 24er schlug.
Die Favoriten konnten ihrer Rolle in der 2. Stärkeklasse gerecht werden. Rohrbachgraben A konnte das Fest mit 1'395 Punkten für sich entscheiden. Sie verwiesen den Mitfavoriten Messen 1’369 Punkten auf den 2. Rang.
Das dritte Horn erkämpfte sich Rohrbach 1'226 Punkte. Da blieben noch zwei Mannschaften ohne Numero, welche sich um das vierte Horn stritten. Es war ein Kampf auf Augenhöhe, welcher bis zum letzten Streich knapp war.
So knapp, dass beide Mannschaften mit 1'175 Punkten abschlossen. So musste das längere Ries entscheiden. Dieses hatte Gossau A und verwies somit Lüsslingen-Nennigkofen auf den 5. Rang.
So knapp wie das Resultat um das vierte Horn ausging, war auch die Entscheidung bei der Einzelschläger Wertung. Dominik Ziegler Aetingen-Limpach A konnte sich mit 118 Punkten über den Sieg freuen. Hinter ihm folgten gleich drei Spieler mit 117 Punkten.
Hier viel die Entscheidung über Podest und nicht Podest über den längeren Streich. Der Preis als Zweitplatzierter ging an Michael Stoll Zuchwil B. Da er dieselben Streiche wie Simon Oberer Tenniken hatte entschied hier sogar das Alter. Heisst: Der Ältere kommt vor dem Jüngeren.
Urs Wüthrich Thunstetten wurde Vierter, zu seinem Unglück nicht das erste Mal.
Für das Siegerfoto durfte sich auch Samuel Binggeli Recherswil-Kriegstetten B 72 Punkte als bester Nachwuchshornusser bereit machen.
Für den Kranz wurden 91 Punkte und die Zweitauszeichnung 81 Punkte benötigt.
Für einige Mannschaften sind nun die Hornusserfeste 2026 bereits Geschichte. Andere, sowie der Organisator Lyss oder auch der Festsieger Höchstetten A, werden am kommenden Sonntag in Büren zum Hof noch am Interkantonalen Hornusserfest teilnehmen. Ihnen bereits jetzt: Viel Glück!













