In der Seeländer Gemeinde Walperswil soll die bestehende Kiesgrube «Mättehölzli» nun doch erweitert werden. Dies, obwohl sich die Bürgerinnen und Bürger vor zwei Jahren an einer Gemeindeversammlung dagegen aussprachen.
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Kies. (Symbolbild) - Keystone

Wie die kantonale Direktion für Inneres und Justiz (DIJ) am Montag mitteilte, liegt der Entwurf einer kantonalen Überbauungsordnung ab sofort zur öffentlichen Mitwirkung auf. Diese dauert einen Monat lang.

Geplant ist, dass im Beichfeld Kies abgebaut werden kann und dass eine Deponie des Typs A für unverschmutzten Aushub eingerichtet wird. Auch ein «innovativer Bodenumschlagplatz» und eine neue Zufahrtsstrasse sind laut Mitteilung vorgesehen.

Am Projekt bestehe ein erhebliches kantonales Interesse, schreibt die Direktion DIJ. Dies auch, weil der Bodenumschlagplatz wesentlich dazu beitragen könne, das Problem der degradierten Landwirtschaftsböden im Seeland zu entschärfen.

Laut den auf der Internetseite des kantonalen Amts für Gemeinden und Raumordnung einzusehenden Unterlagen wird das Projekt als umweltverträglich eingeschätzt. Im November 2019 lehnten die Walperswilerinnen und Walperswiler laut dem «Bieler Tagblatt» eine kommunale Überbauungsordnung ab.