Stadt Luzern

Stärkung der Sozialhilfe: Stadt stockt Personal auf

Nau.ch Lokal
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Luzern,

Um die steigenden Anforderungen in der Sozialhilfe zu bewältigen, investiert die Stadt Luzern rund 3,8 Millionen Franken in die Verstärkung ihrer Fachstellen.

Der Mühlenplatz in der Stadt Luzern.
Der Mühlenplatz in der Stadt Luzern. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Die Fallzahlen in der wirtschaftlichen Sozialhilfe (Existenzsicherung ESI) sind gestiegen und liegen über dem Richtwert von 75 Fällen auf 100 Stellenprozent einer fallführenden Person, teilt die Stadt Luzern mit.

Der Stellenetat bei den Sozialen Diensten der Stadt Luzern soll daher um insgesamt 240 Stellenprozente aufgestockt werden. Dafür beantragt der Stadtrat dem Parlament jährliche Mittel von 320’000 Franken sowie für das Jahr 2026 einen Nachtragskredit von 160’000 Franken.

Steigende Fallzahlen erhöhen Arbeitsbelastung

Die Fallzahlen in der wirtschaftlichen Sozialhilfe (Existenzsicherung ESI) sind seit Juni 2025 ansteigend. Grund dafür dürfte unter anderem die sich verschlechternde Situation auf dem Arbeitsmarkt sein. Zudem werden die einzelnen Fälle zunehmend vielschichtiger und damit zeitintensiver.

Mit durchschnittlich 81 Fällen pro 100 Stellenprozent (Stand Januar 2026) liegt die Auslastung der fallführenden Mitarbeitenden über dem Richtwert von 75 Fällen. Dies löst gemäss dem städtischen Ressourcen- und Controllinginstrument (RCI) eine Aufstockung der Personalressourcen aus.

Das RCI legt fest, unter welchen Bedingungen Stellen in der Fallführung und Sachbearbeitung aufgestockt oder abgebaut werden.

Stadt reagiert mit zusätzlichem Personal

Um die Qualität der Fallführung sicherzustellen und eine Überlastung der Mitarbeitenden zu verhindern, sollen die effektiv geführten Fälle mit dem definierten Richtwert übereinstimmen. Das Ressourcen- und Controllinginstrument stellt sicher, dass der Stellenetat möglichst zeitnah den effektiv geführten Dossiers angepasst werden kann.

Aufgrund der aktuellen Fallzahlen ist eine entsprechende Aufstockung der Pensen der Fallführung wirtschaftliche Sozialhilfe (160 Stellenprozente) sowie der Sachbearbeitung (80 Stellenprozente) notwendig.

Für Sozial- und Sicherheitsdirektorin Melanie Setz muss diesen Entwicklungen begegnet werden: «Mit unserem Antrag soll sichergestellt werden, dass die Stadt Luzern weiterhin eine personell ausreichend ausgestattete Sozialhilfe hat. Dies ist nicht zuletzt auch Ausdruck einer solidarischen und verantwortungsvollen Stadtpolitik.»

Zusätzliche Mittel für Sozialhilfe beantragt

Deshalb beantragt der Stadtrat dem Parlament jährliche Mittel von 320’000 Franken sowie für das Jahr 2026 einen Nachtragskredit von 160’000 Franken. Die Vorlage wird voraussichtlich am 25. Juni 2026 im Grossen Stadtrat beraten.

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