Der Luzerner Grossstadtrat will dem Personal der Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) eine Vertretung im Verwaltungsrat zugestehen. Er hat an seiner Sitzung am Donnerstag ein als dringlich überwiesenes Postulat von Links-Grün gutgeheissen gegen den Willen der Stadtregierung.
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Ein Bus der Verkehrsbetriebe Luzern (VBL). - Keystone

Im Zuge der Subventions-Affäre bei den VBL war der gesamte Verwaltungsrat im November zurückgetreten. Für die anstehende Neuwahl wollen die Postulanten nun dem Personal die Nomination einer angemessenen Vertretung in das neue Gremium ermöglichen. Sie begründeten dies mit einer Verunsicherung bei der Belegschaft.

Der Stadtrat hatte sich dagegen ausgesprochen. Er lehne eine rein «demokratische» Nomination ohne Prüfung fachlicher Kriterien für die strategische Aufgabe in einem Verwaltungsratsgremium ab. Das Ziel sei die bestmögliche Zusammensetzung des Gremiums und nicht eine reine Interessenvertretung. Er sehe darum keinen Anlass, das für die Generalversammlung 2021 laufende Verfahren anzupassen.

Doch eine Mehrheit im Parlament sah das anders und überwies den Vorstoss. Bereits Ende November war für den fünfköpfigen Verwaltungsrat ein dreiköpfiger Übergangsverwaltungsrat gewählt worden, geleitet von Renzo Simoni. Der neue Verwaltungsrat soll an der Generalversammlung vom 25. Mai gewählt werden.

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