Luzern: FDP fordert klare Regeln für Velos auf der Bahnhofstrasse
In Luzern verlangen zwei FDP-Grossstadträte mit einem dringlichen Postulat eine klarere Führung von Velo- und Fussverkehr auf der Bahnhofstrasse.

Dringliches Postulat eingereicht: «Bahnhofstrasse: Flanieren und Velofahren sicher verbinden»
Nach 13 Jahren seit dem Volksentscheid ist die Neugestaltung der Bahnhofstrasse in Luzern fertig abgeschlossen. Die neue Gestaltung schafft mehr Platz und eine deutlich attraktivere Umgebung zum Flanieren und Verweilen. Gleichzeitig stellt die neue Situation den Fuss- und Veloverkehr vor neue Herausforderungen.
Insbesondere im Bereich zwischen Kapellbrücke und Stadttheater treffen zu stark frequentierten Zeiten zahlreiche Fussgängerinnen und Fussgänger auf Velofahrende. Durch die neue Gestaltung mit Bäumen, Kiesflächen und Aufenthaltsbereichen stehen den Velofahrenden teilweise schmalere beziehungsweise weniger eindeutig erkennbare Fahrbereiche zur Verfügung. Dadurch entstehen Situationen, in denen sich Fuss- und Veloverkehr auf engem Raum begegnen und gegenseitig behindern.
Die Bahnhofstrasse ist als Begegnungszone ausgestaltet. Gleichzeitig bleibt die Bahnhofstrasse eine Velohauptroute des städtischen Velo-Hauptroutennetzes und somit eine wichtige Verbindung für den Veloverkehr. Gerade diese Kombination macht eine klare und für alle Verkehrsteilnehmenden verständliche Verkehrsführung besonders wichtig.
Fussverkehr Schweiz und Pro Velo weisen auf Nutzungskonflikte hin
Dass hier Handlungsbedarf besteht, zeigt sich auch an den bereits öffentlich geäusserten Rückmeldungen von Fussverkehr Schweiz und Pro Velo. Beide Verbände weisen auf die bestehenden Nutzungskonflikte zwischen Fuss- und Veloverkehr hin. Die Diskussion zeigt, dass die neue Gestaltung der Bahnhofstrasse hinsichtlich der Verkehrsführung noch nicht abschliessend geklärt ist.
Mit dem vorliegenden dringlichen Postulat bitten die FDP-Grossstadträte Lukas Blaser und Mark Buchecker den Stadtrat zu prüfen, wie auf der neu gestalteten Bahnhofstrasse, insbesondere im Abschnitt zwischen Kapellbrücke und Theater, mit geeigneten Massnahmen eine klare und intuitiv verständliche Führung des Fuss- und Veloverkehrs sowie eine Entschärfung der Nutzungskonflikte erreicht werden können.










