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«KMU konkret+»: Hilfe für einen Arbeitsplatz ohne Belästigung

Nau.ch Lokal
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Luzern unterstützt KMU mit «KMU konkret+», Schulungen und Beratung, um ein respektvolles Arbeitsumfeld frei von sexueller Belästigung langfristig zu sichern.

Der Rathaussteg mit Ausblick auf die Jesuitenkirche in der Stadt Luzern.
Der Rathaussteg mit Ausblick auf die Jesuitenkirche in der Stadt Luzern. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

«KMU konkret+» unterstützt kleine und mittlere Unternehmen dabei, ein respektvolles Arbeitsumfeld zu schaffen und dieses langfristig zu sichern, berichtet die Stadt Luzern. Das Angebot umfasst Schulungen, Beratungen sowie klare Standards zum Umgang mit sexueller und sexistischer Belästigung am Arbeitsplatz.

Neu sind der Kanton Luzern und die Stadt Luzern der Trägerschaft beigetreten. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Gleichstellungsgesetzes wird das Angebot verstärkt bekanntgemacht.

Im Jahr 2026 feiert die Schweiz das 30-jährige Bestehen des Gleichstellungsgesetzes. Seit dessen Inkrafttreten im Jahr 1996 bildet es die rechtliche Grundlage für die Gleichstellung von Mann und Frau im Erwerbsleben und den Schutz vor Diskriminierung und sexueller Belästigung am Arbeitsplatz.

Schutz vor Belästigung am Arbeitsplatz

Arbeitgebende sind gesetzlich verpflichtet, ihre Mitarbeitenden vor sexueller und sexistischer Belästigung zu schützen, sowohl präventiv als auch bei konkreten Vorfällen.

Diese Schutzpflicht gemäss Gleichstellungsgesetz gilt für alle Unternehmen, unabhängig von Branche, Grösse oder Rechtsform. Wer dieser Verantwortung nicht nachkommt, riskiert rechtliche, finanzielle und reputationsbezogene Konsequenzen.

Das 30-jährige Jubiläum bietet Anlass, die Bedeutung eines respektvollen und sicheren Arbeitsumfelds ins Zentrum zu rücken. Die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zum Schutz vor sexueller Belästigung erfordert in Unternehmen oft konkrete Unterstützung.

Genau hier setzt das Präventions- und Beratungsangebot «KMU konkret+» an. Es ist speziell auf die Bedürfnisse von Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitenden zugeschnitten und bietet praxisnahe, unkomplizierte und kostengünstige Unterstützung für Betriebe mit begrenzten zeitlichen und finanziellen Ressourcen.

Praxisorientierte Unterstützung

«KMU konkret+» richtet sich sowohl an Führungspersonen und HR-Fachleute als auch an Mitarbeitende. Das Angebot beantwortet zentrale Fragen aus dem Arbeitsalltag: Wie lässt sich sexuelle und sexistische Belästigung am Arbeitsplatz wirksam verhindern?

Woran erkennt man übergriffiges Verhalten frühzeitig? Und wie ist bei einem konkreten Vorfall korrekt und rechtlich korrekt vorzugehen?

Das Angebot im Überblick

Das Angebot «KMU konkret+» umfasst sowohl präventive Massnahmen als auch Unterstützung bei konkreten Vorfällen. Im Bereich Prävention werden Weiterbildungen von 1.5 Stunden für alle Mitarbeitenden sowie vertiefende Schulungen von drei Stunden für Führungspersonen und HR-Fachleute angeboten.

Zudem unterstützt «KMU konkret+» Unternehmen bei der Erarbeitung oder Überarbeitung eines betrieblichen Reglements zum Umgang mit sexueller und sexistischer Belästigung am Arbeitsplatz.

Ergänzend dazu steht Unternehmen eine Vorgehensberatung zur Verfügung, wenn es zu einem konkreten Belästigungsfall kommt. Führungskräfte und HR-Fachleute erhalten dabei professionelle juristische Beratung und Begleitung, um angemessen und rechtlich korrekt zu handeln.

Mehrwert für Unternehmen

Unternehmen, die auf Prävention setzen, profitieren mehrfach: Sie steigern ihre Attraktivität als Arbeitgebende, fördern die Motivation der Mitarbeitenden und reduzieren die Fluktuation.

Gleichzeitig lassen sich Absenzen, Imageschäden und finanzielle Verluste vermeiden und die gesetzlichen Pflichten werden eingehalten. Das Angebot gibt es seit 2021 und es wird von der Stadt Zürich koordiniert.

Ende des letzten Jahres sind der Kanton und die Stadt Luzern der Trägerschaft beigetreten, wobei die Stadt durch ihre Fachstelle Gleichstellung und der Kanton durch den Fachbereich Gleichstellung der Dienststelle Soziales und Gesellschaft vertreten sind.

Kantone und Bund fördern Unterstützungsangebot

Zu den weiteren Mitgliedern der Trägerschaft gehören die Kantone Appenzell Ausserrhoden, St. Gallen, Zürich, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Bern sowie die Stadt Zürich.

Möglich wird das kostengünstige Angebot dank der finanziellen Unterstützung des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann.

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