Kanton Luzern: Trockener Sommer setzt Buchen und Fichten stark zu
Der heisse Sommer 2026 hat die Wälder im Kanton Luzern geschädigt. Nach der Trockenheit von 2018 starb ein Drittel der stark geschädigten Buchen ab.

Der ausserordentlich trockene und heisse Sommer 2026 führte zu verfrühter Blattverfärbung und verfrühtem Blattabwurf (Entwicklung Schweiz). Je nach Baumart ist dies eine Schutzreaktion gegen Wassermangel oder bereits ein Hinweis auf eingetretene Schäden. Die Buche trifft die Kombination von Trockenheit und Hitze besonders.
Ihre Konkurrenzstärke bei ausgeglichenem Klima kann hier zum Nachteil werden: Das dichte Kronendach, das ihren Konkurrenten das Licht zum Wachsen nimmt, kann leichter zu Hitzeschäden in den Blättern und im Stamm führen.
Nadelbäume reagieren ganz anders. Sie reduzieren die Verdunstung sehr stark. Wenn die Nadeln aus dem aktuellen Jahr verbraunen – dies kann auch erst Wochen oder Monate nach der Trockenheit sein – sind Schäden bereits eingetreten. Die Fichte ist die verletzlichste Nadelbaumart.
Auswertungen zeigen Mortalität bis zu 50 Prozent
Auswertungen aufgrund der starken Trockenheit vom Jahr 2018 zeigen, dass von den Buchen mit mehr als 70 Prozent Kronenverlichtung nach fünf Jahren 33 Prozent abgestorben sind. Bei einer stärkeren Kronenverlichtung steigt die Mortalität bis zu 50 Prozent. Die Auswirkungen der Trockenheit vom Jahr 2026 sind noch nicht absehbar.
Wichtig ist die Beobachtung der Waldbestände über die nächsten Jahre, um zu erkennen, wo Massnahmen notwendig sind.
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