Juni-Abstimmungen: Grüne Luzern sagen zweimal Nein
Die Jungen Grüne Kanton Luzern sagen zweimal klar Nein zu den Abstimmungsvorlagen vom 14. Juni: zur Chaos-Initiative und zur Änderung des Zivildienstgesetzes.

Am Freitag, 17. April 2026, fand die Mitgliederversammlung mit Parolenfassung der Jungen Grünen Kanton Luzern in Kriens statt.
Die Jungen Grünen Kanton Luzern sagen klar Nein zur Chaos-Initiative der SVP und zur Änderung des Zivildienstgesetzes. Auf kommunaler Ebene sprechen sie sich mit Überzeugung für die Gegenvorschläge zu den beiden Wohnrauminitiativen in der Stadt Luzern aus.
Am Abend des 17. April fanden sich die Jungen Grünen Kanton Luzern in der Teiggi in Kriens ein, um dort ihre Mitgliederversammlung abzuhalten und die Parolen für die Abstimmungen am 14. Juni zu fassen.
Vorstandsmitglied Burkart: «Erst durch unsere Diversität sind wir stark»
Gleich zu Beginn wurde die SVP-Initiative «Keine 10-Millionen Schweiz» vorgestellt. Die Initiative fordert eine völkerrechtsverachtende Gesetzgebung und würde zu massiven Einschränkungen im Gesundheitssystem, im Baugewerbe und in vielen weiteren Bereichen führen.
Durch die Kündigung internationaler Abkommen würde bei der Annahme der Initiative auch die Freiheit der Schweizer Bürger eingeschränkt werden.
Vorstandsmitglied Celeste Burkart meint: «Migration ist ein essentieller Teil der Schweiz. Erst durch unsere Diversität sind wir stark.» Die Jungen Grünen Kanton Luzern beschliessen einstimmig die Nein-Parole für die SVP- Initiative.
Zivildienst ist essentiell für die Schweiz
Das Zivildienstgesetz wurde den Jungen Grünen von Noemi Buzzi der Giovani Verdi Ticino und politische Sekretärin der GSoA, vorgestellt. Auch bei dieser Vorlage beschloss die Jungpartei einstimmig, der Stimmbevölkerung ein Nein zu empfehlen.
Der Zivildienst ist ein wichtiger Beitrag zur Funktionsfähigkeit der Schweizer Gesellschaft. Zivildienstleistende sind dort im Einsatz, wo es an Personal fehlt: in Spitälern, Schulen, Heimen, im Umweltschutz sowie in der Land- und Alpwirtschaft.
Den Zugang hierzu einzuschränken, würde in diesen Bereichen zu einem Personalmangel führen und bereits instabile Gesellschaftsbereiche weiter schwächen.
Simon Leisinger, Vorstandsmitglied der Jungen Grünen Kanton Luzern und Zivildienstleistender sagt: «In Krisenzeiten sehen wir, wie essentiell der Zivildienst für die Schweiz ist. Dies hat sich gerade während der Covid-Pandemie gezeigt. Den Zivildienst einzuschränken verletzt das Menschenrecht der Glaubens- und Gewissensfreiheit und würde die Schweiz als Ganzes unsicherer machen!»
Gegenvorschläge zu Wohnrauminitiativen: Ja zu beiden Vorlagen
Die Gegenvorschläge zu den Wohnrauminitiativen, über die die stadtluzerner Bevölkerung am 14. Juni abstimmt, wurden an der junggrünen Mitgliederversammlung ebenfalls behandelt.
Die Jungen Grünen Kanton Luzern sprechen sich einstimmig für die Vorlagen aus. Beide Vorlagen schaffen gemeinsam neuen Wohnraum, entziehen bestehenden dauerhaft der Spekulation und tragen dazu bei, dass sich die Menschen ihre Miete wieder leisten können.
Die Jungen Grünen Luzern begrüssen, dass die Stadt sich der bestehenden Probleme bewusst ist und bereit ist, Geld und Ressourcen zu investieren, um sie zu lösen.
Wohnen ist ein Menschenrecht
«Die beiden Gegenvorschläge nehmen die Anliegen der Initiativen auf und bieten konkrete Pläne, die dazu Beitragen, die Wohnkrise zu lösen. Wohnen ist ein Menschenrecht. Man kann nicht ‹nicht Wohnen›. Deshalb ist es unerlässlich, dass wir jetzt griffige Lösungen beschliessen», meint Co-Präsident der Jungen Grünen, Finn Krummenacher.
Gleichzeitig müsse man sich bewusst sein, dass gerade beim Gegenvorschlag zum städtischen Vorkaufsrecht Einbussen im Vergleich zur Initiative gemacht worden seien.
Er meint: «Dass mit dem Gegenvorschlag die Umsetzung der Bodeninitiative, die der Stadt verbietet, Boden zu verkaufen, aufgeweicht wird, ist unschön. Trotzdem bringt die Vorlage merkliche Besserungen für die Stadt und ihre Bevölkerung.»
Nach der umfassenden Parolenfassung ging es für die Jungen Grünen Kanton Luzern noch weiter ins Neubad. Bei anregenden Gesprächen und einem Getränk wurde der Rest des Abends in guter Gesellschaft genossen.










