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HSLU eröffnet Europas erste Space-Farming-Anlage

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Gemeinsam mit Partnern forscht die Hochschule Luzern in Dübendorf an der Nahrung der Zukunft. In der neuen Anlage wird der Ackerbau für Mond und Mars erprobt.

Der Pausenplatz von der Universität und der Pädagogischen Hochschule in der Stadt Luzern.
Der Pausenplatz von der Universität und der Pädagogischen Hochschule in der Stadt Luzern. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Wie die Hochschule Luzern (HSLU) berichtet, eröffnen sie zusammen mit der Universität Zürich und der EuroTube Foundation eröffnen in Dübendorf die erste europäische Forschungsanlage für Space Farming der Europäischen Raumfahrtagentur ESA.

In der neuen Anlage untersuchen Forschende, wie sich künftig Pflanzen auf dem Mond, dem Mars oder in Raumschiffen kultivieren lassen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden auch für die Landwirtschaft auf der Erde von Nutzen sein.

Um das Überleben von Menschen über längere Zeit auf fremden Planeten zu ermöglichen, müssen sie in der Lage sein, ihre Lebensmittel zu einem grossen Teil selbst herzustellen. Wie sich Pflanzen und Mikroorganismen unter ausserirdischen Bedingungen kultivieren lassen, erforschen nun Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der «Space Habitat Analog Research Facility» (SHARF).

Die von der HSLU initiierte Anlage wird unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Marcel Egli (HSLU), Dr. Gabriella Pessi (Universität Zürich) und der EuroTube Foundation im Rahmen des Center for Space and Aviation Switzerland and Liechtenstein betrieben.

Vom Weltall zurück auf den erschöpften Boden

In der neuen Anlage lassen sich Extrembedingungen simulieren: Der Druck reicht vom Beinahe-Vakuum, wie es auf dem Mond oder dem Mars herrscht, bis zum doppelten Erddruck, vergleichbar mit zehn Metern Wassertiefe.

Auch die CO₂-reiche Marsatmosphäre, extrem nährstoffarmer Marsboden und das harte Licht eines Mondtags lassen sich nachbilden. Für Versuche unter verringerter Schwerkraft drehen sogenannte Random Positioning Machines die Proben ständig in wechselnde Richtungen, sodass sich die Wirkung der Schwerkraft nahezu aufhebt.

Was im Weltall funktionieren soll, hilft auch dort, wo der Klimawandel die Landwirtschaft herausfordert. «Bei der Kultivierung von Pflanzen unter diesen ausserirdischen Bedingungen lassen sich Erkenntnisse gewinnen, die auch für die Erde immer wichtiger werden, etwa für erschöpfte Landwirtschaftsflächen», sagt Prof. Dr. Marcel Egli, Professor an der HSLU, Initiant und Co-Leiter des SHARF-Projekts.

Studierende im Zentrum der Forschung

Bereits jetzt haben Forschende aus den Niederlanden und Grossbritannien Interesse bekundet, in der SHARF ihre Forschungsprojekte umzusetzen. Zudem arbeiten Studierende der HSLU und der Universität Zürich sowie der Partneruniversitäten im In- und Ausland in SHARF-Projekten mit.

Sie führen eigene Experimente in der Forschungsanlage durch, werten Daten aus und wirken an Versuchen mit. Profitieren können die Studierenden zudem vom Fachwissen und der Infrastruktur der beteiligten Institutionen.

Die EuroTube Foundation, ein auf nachhaltige Infrastrukturtechnologien spezialisiertes Forschungsinstitut, steuert das Herzstück der Testanlage (die sogenannte «DemoTube») bei. Die Universität Zürich stellt mit ihrem «Space Hub» die Laborinfrastruktur am Standort beim Flugplatz Dübendorf zur Verfügung.

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