Grüne Luzern: Lokalkomitee zu Klimafonds-Initiative gegründet
Parteien und Umweltorganisationen gründen ein Lokalkomitee zur Klimafonds-Initiative. Es will unter anderen über deren wirtschaftliche Chancen informieren.

Ein Bündnis aus Grüne, SP, Junge Grüne, Junge Grünliberale, WWF Luzern und VCS Luzern setzt sich gemeinsam dafür ein, in eine klimaverträgliche Infrastruktur, Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung zu investieren – zum Nutzen von Bevölkerung, Wirtschaft und Umwelt im Kanton Luzern.
Klimaneutralität-Ziel verlangt langfristige Planungssicherheit
Der Klimawandel stellt den Kanton Luzern vor wachsende Herausforderungen: steigende Kosten für Schutz- und Anpassungsmassnahmen, Belastungen für Infrastruktur sowie zunehmende Risiken für die Gesundheit.
Gleichzeitig erfordert das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 verlässliche Investitionen und langfristige Planungssicherheit, denn die bisherigen Massnahmen reichen dazu nicht aus.
Die Initiative «Für eine gerechte Energie- und Klimapolitik: Investieren für Wohlstand, Arbeit und Umwelt (Klimafonds-Initiative)» sieht vor, jährlich 0,5 bis 1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in erneuerbare Energien, energieeffiziente Gebäude, nachhaltige Mobilität sowie in den Schutz natürlicher Grundlagen zu investieren.
Damit sollen Wertschöpfung im Inland gehalten, Innovation gefördert und die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten reduziert werden.
Investitionsinstrument Klimafonds schafft Planungssicherheit
«Der Klimafonds ist ein Investitionsinstrument um die verankerten Klimaziele zu erreichen und hat gleichzeitig einen volkswirtschaftlichen Nutzen.
Er entlastet Kantone und Gemeinden und schafft Planungssicherheit, zum Beispiel beim Realisieren von Klimaanpassungen im Siedlungsraum», sagt Co-Präsidentin Grüne Kanton Luzern Zita Bucher.
«Klima- und Biodiversitätskrise sind Realität und direkt spürbar, die Schweiz ist als Alpenland besonders betroffen. Die Durchschnittstemperatur bei uns ist bereits doppelt so stark gestiegen wie im globalen Mittel.
Wir müssen jetzt handeln und in den Klimaschutz investieren: in den Ausbau erneuerbarer Energien, Gebäudesanierungen und Klimafreundliche Technologien», so SP-Kantonsrätin Sara Muff.
Klimafonds kann Investitionslücke schliessen
«Der Klimafonds wird ausserhalb des ordentlichen Bundeshaushalts mit Staatsanleihen finanziert. Er belastet deshalb weder die Steuerzahler noch schränkt er andere Bundesaufgaben ein.
Bei Projekten, die einen hohen Investitionsbedarf und ein erhöhtes Risiko aufweisen, fehlt oft das notwendige private Kapital. Ein Klimafonds, der mit sicheren und bei Anlegern beliebten Bundesobligationen finanziert wird, kann diese Lücke schliessen», sagt Alt-Nationalrat Roland Fischer.
Das Lokalkomitee will in den kommenden Monaten sachlich über die wirtschaftlichen und infrastrukturellen Chancen der Klimafonds-Initiative informieren und weitere Organisationen aus dem Kanton Luzern für eine Mitarbeit gewinnen.
Die Volksabstimmung über die Initiative findet am 8. März 2026 statt.










