Das katholische Hilfswerk Caritas Luzern muss sparen und führt deswegen eine Umstrukturierung durch.
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Das Logo der Caritas. - Keystone

Das katholische Hilfswerk Caritas Luzern muss sparen und führt deswegen eine Umstrukturierung durch. Der Standort in Luzern wird aufgehoben und mit dem im Stadtteil Littau zusammengelegt. Mehrere Projekte und Angebote werden gestrichen. Zudem kommt es zu einem Stellenabbau.

Wie Caritas Luzern am Freitag mitteilte, wird fünf Angestellten gekündigt. Bei acht weiteren wird das Pensum gekürzt. Für alle soll ein Sozialplan eingerichtet werden. Aktuell beschäftigt Caritas nach eigenen Angaben 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Caritas Luzern verlegt ferner den Standort an der Brünigstrasse in Luzern auf Ende 2020 an ihren zweiten Sitz in der Grossmatte in Littau. Damit würden die soziale und berufliche Integration sowie die Supportabteilungen unter einem Dach vereint, hiess es in der Mitteilung.

Mehrere Angebote und Projekte werden eingestellt. Caritas Luzern schreibt, dass es nur dort zu Aufhebungen komme, wo es alternative Angebote gebe. Bereits Ende Juli werde zudem der Caritas Markt in Sursee geschlossen.

Die finanziellen Probleme der Caritas Luzern hatten 2016 begonnen, als der Kanton Luzern das Asyl- und Flüchtlingswesen vom Hilfswerk weggenommen und vollständig in die kantonale Verwaltung integriert hatte. Im Herbst 2019 habe sich der Druck auf die Finanzen erhöht, teilte Caritas Luzern mit. Die Coronakrise habe die Situation wegen Umsatzeinbussen in den Läden, in den Bildungsangeboten und im Übersetzungsdienst verschärft.

Caritas Luzern ist 1982 als gemeinnütziger Verein als Teil der Diakonie der katholischen Kirche im Kanton Luzern und als Mitglied des Verbandes Caritas Schweiz gegründet worden. Der Verein ist nach eigenen Angaben konfessionell und politisch neutral.

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