Im Kanton Luzern haben die Strafverfolgungsbehörden im Jahr 2020 rund 400 Widerhandlungen gegen die Covid-19-Gesetz festgestellt. Trotz dieser «neuen» Kategorie von Vergehen blieb die Zahl der polizeilich registrierten Straftaten im Vergleich der Vorjahre.
Littau
Das Logo der Kantonspolizei Luzern auf der Kleidung eines Polizisten. - Keystone

Knapp 23'900 Straftaten tauchen in der Statistik zur Kriminalität im Jahr 2020 auf, die die Luzerner Statistikbehörde Lustat am Dienstag veröffentlichte. Sie macht darauf aufmerksam, dass diese vom tatsächlichen Kriminalitätsvorkommen abweichen könne, etwa wegen der Dunkelziffer nicht gemeldeter Straftaten.

War die Zahl der Straftaten seit 2012 rückläufig, sei dieser Rückgang nun zum Stillstand gekommen. Die Straftaten nach Betäubungsmittelgesetz hätten gar den höchsten Wert seit 2010 erreicht, nämlich 3216.

Eine mögliche Erklärung dafür sehen die Statistiker in der Coronapandemie. Wegen dieser habe es generell weniger öffentliche Veranstaltungen gegeben, wodurch die Polizei mehr Ressourcen für Patrouillenarbeit zur Verfügung hatte und entsprechend etwa mehr Dealer aus dem Verkehr ziehen konnte.

Auffallend gross ist der Anstieg der Straftaten bei den Bundesnebengesetzen von 1452 im Vorjahr auf 2189. Darin eingeschlossen seien die rund 400 Widerhandlungen gegen die Covid-Massnahmen wie etwa die Maskenpflicht.

Bei der häuslichen Gewalt wurden der Polizei 419 Straftaten gemeldet. Dieser Wert liege zwar über dem Durchschnittswert der letzten Jahre, jedoch nahe dem langjährigen Durchschnittswert.

Unverändert war die Zahl der Führerausweisentzüge mit 3377. Dabei war der Anteil jener, die den Ausweis wegen zu schnellen Fahrens abgeben mussten, mit 1455 so hoch wie seit drei Jahren nicht mehr.

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