Seon AG: Sieben Gemeinden planen gemeinsame Wasserregion
Boniswil, Egliswil, Hallwil, Meisterschwanden, Seengen, Seon und Teufenthal wollen ihr Trinkwasser regional sichern. Die Behördenvernehmlassung läuft.

Der Projektausschuss hat an einer Informationsveranstaltung für die Behördenmitglieder die bisherigen Ergebnisse des Projekts «Wasserregion Seetal-Wynental» vorgestellt. Grundlage bilden das technische Versorgungskonzept, die Anstaltsordnung, die Eignerstrategie und der Finanzplan der geplanten Wasserregion. Aktuell läuft eine Vernehmlassung bei den Gemeinderäten Boniswil, Egliswil, Hallwil, Meisterschwanden, Seengen, Seon und Teufenthal.
Die Trinkwasserversorgung gehört zu den zentralen Aufgaben der Gemeinden. Die regionale Wasserversorgungsplanung hat jedoch gezeigt, dass einzelne Gemeinden bereits heute an Grenzen der Wasserbeschaffung stossen. Gleichzeitig wird aufgrund der Bevölkerungsentwicklung mit einem steigenden Wasserbedarf gerechnet. Jedoch zeigen auch Trockenperioden wie in diesem Sommer die Dringlichkeit und Notwendigkeit dieses Projekts.
Vor diesem Hintergrund haben die beteiligten Gemeinden in den vergangenen zwei Jahren gemeinsam untersucht, wie die Trinkwasserversorgung langfristig gesichert werden kann. Daraus entstand ein regionales Versorgungskonzept, das auf mehreren unabhängigen Beschaffungsstandbeinen basiert. Neben den bestehenden Wasserressourcen spielen dabei künftig insbesondere der Wasserbezug ab Gränichen/Suhr sowie die Weiterentwicklung des Seewasserwerks Meisterschwanden eine wichtige Rolle.
Eine selbstständige öffentlich-rechtliche Anstalt
Kern des Projekts ist die Gründung einer gemeinsamen regionalen Organisation. Vorgesehen ist eine selbstständige öffentlich-rechtliche Anstalt unter dem Namen «Wasserregion Seetal-Wynental» (WRSW).
Die neue Organisation soll insbesondere die regionale Planung, Koordination und Interessenvertretung übernehmen sowie die regionale Primärversorgung sicherstellen. Die kommunalen Wasserversorgungen bleiben hingegen weiterhin in der Verantwortung der einzelnen Gemeinden. Die Wasserabgabe an Haushalte und Unternehmen, die lokalen Leitungsnetze sowie die kommunalen Hoheitsaufgaben verbleiben bei den Gemeinden.
«Die Wasserregion soll nicht die Gemeinden ersetzen, sondern dort Verantwortung übernehmen, wo die Herausforderungen zunehmend regional werden», betont der Projektausschuss.
Die Stimmberechtigten entscheiden
Mit der nun gestarteten Behördenvernehmlassung erhalten die beteiligten Gemeinden die Möglichkeit, die erarbeiteten Grundlagen vertieft zu prüfen und Stellung zu beziehen. Die Rückmeldungen der Gemeinden werden Anfang 2027 ausgewertet und in die weitere Bearbeitung einfliessen.
Die Projektverantwortlichen rechnen damit, dass im Verlauf des Jahres 2027 die notwendigen politischen Entscheidungen gefällt werden können. Geplant ist, den Stimmberechtigten der beteiligten Gemeinden die Gründung der Wasserregion Seetal-Wynental an den Gemeindeversammlungen zu unterbreiten. Damit entscheiden letztlich die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger darüber, ob die regionale Zusammenarbeit in der vorgeschlagenen Form umgesetzt werden soll.










