Schulraum: Breite Zustimmung für neue Doppelkindergärten

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Langenthal,

Während die langfristige Schulraumplanung in Langenthal analysiert wird, treibt die Stadt den dringenden Neubau im Schulzentrum Hard für 2029 weiter voran.

kindergarten
Die Garderobe in einem Kindergarten. (Symbolbild) - dpa

Die öffentliche Mitwirkung zum Schulraumprojekt «Kindergarten und Tagesschule» endete am 14. Juni 2026, berichtet die Stadt Langenthal. Die Rückmeldungen zeigen das Interesse an einer bedarfsgerechten, auf die Bedürfnisse der Kinder ausgerichteten und zukunftsorientierten Organisation der Kindergärten und Tagesschule in Langenthal.

Die Resultate der Mitwirkung werden nun umfassend ausgewertet und fliessen in die weitere Konzeption ein. Die bestehende Infrastruktur der Kindergarten- und Tagesschulgebäude ist grösstenteils veraltet und entspricht den heutigen pädagogischen Anforderungen nur noch teilweise.

Gleichzeitig besteht akuter Platzmangel, der den Betrieb und die organisatorische Weiterentwicklung erschwert. Im Jahr 2025 fanden zwei Workshops mit Vertretungen verschiedener Anspruchsgruppen aus der Bevölkerung statt. Auf Basis der dort erarbeiteten Grundlagen wurde am 30. April 2026 die öffentliche Mitwirkung gestartet.

Mitwirkung liefert wertvolle Rückmeldungen

Im Rahmen der öffentlichen Mitwirkung konnten sich alle Einwohnenden, das Schulpersonal, politische Vertretungen sowie weitere interessierte Kreise zu zwei Varianten der zukünftigen Organisation «Kindergärten und Tagesschule» sowie zu weiteren Aspekten äussern. Die Beteiligung der Eltern schulpflichtiger Kinder sowie des Schulpersonals an der Vernehmlassung unterstreicht die hohe Bedeutung der Thematik für diese Gruppen.

Die Rückmeldungen beziehen sich auf die Priorisierung bei der Umsetzung, Massnahmen zur Erhöhung der Schulwegsicherheit oder Aspekte der Schulraumplanung wie beispielsweise Raumnutzung, Architektur, Kosten. Zudem konnten offene Kommentare und Anmerkungen festgehalten werden.

Die Teilnehmenden der Mitwirkung sprechen sich insgesamt für eine ausgewogene Balance zwischen funktionalen Anforderungen und pädagogischer Qualität aus.

Klare Mehrheit für Variante 1

Im Zentrum der Befragung stand die Beurteilung der vorgestellten Varianten. Die eingegangenen Rückmeldungen zeigen eine klare Tendenz: Knapp zwei Drittel der Teilnehmenden sprechen sich für Variante 1 aus.

Diese sieht vor, den Doppelkindergartenstandort Winkel aufzulösen und stattdessen zwei neue Doppelkindergärten zu errichten – einen im Geissberg als Ersatz für das langjährig bestehende Provisorium sowie einen weiteren auf dem Schulareal Kreuzfeld.

Mit der Variante 1 eröffnet sich die Möglichkeit, künftig mehr Kindern den direkten Zugang zu umfassenden schulischen und schulergänzenden Angeboten zu bieten. Darüber hinaus ermöglichen Ersatzbauten für den Kindergarten Winkel, die kantonalen Vorgaben wieder einzuhalten und den Lehrplan 21 umzusetzen.

Auswertung folgt im Herbst

Knapp ein Viertel der Teilnehmenden sprach sich für den Erhalt des Kindergartenstandorts Winkel mit einem Doppelkindergartenneubau auf dem Markthallenaral aus und zehn Prozent haben keine Präferenz bezüglich der beiden präsentierten Varianten.

Die Gesamtergebnisse inklusive Auswertung werden im Herbst 2026 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und die Teilnehmenden der Mitwirkung werden direkt darüber informiert.

Anliegen werden vertieft geprüft

Insgesamt haben 55 Personen und vier politische Parteien/Fraktionen eine Stellungnahme übermittelt. Weitere Personen informierten sich auf der Mitwirkungsseite oder mittels Video über das Projekt.

Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung sind insgesamt zurückhaltend, enthalten jedoch relevante Hinweise, insbesondere zur Schulwegsicherheit, die in der weiteren Planung berücksichtigt werden.

Entsprechende Anliegen sowie potenzielle Gefahrenstellen werden vertieft geprüft. Die zukünftige Organisation «Kindergarten und Tagesschule» sollte jedoch nicht ausschliesslich auf die geringe Beteiligung abgestützt werden.

Alle offenen Kommentare und Anmerkungen werden ausgewertet. Ziel ist es, das Schulraumprojekt so weiterzuentwickeln, dass es dem aktuellen und zukünftigen Bedarf, den fachlichen Anforderungen sowie den berechtigten Anliegen der Bevölkerung möglichst gut entspricht.

Weiteres Vorgehen

Nach Einbezug der Mitwirkungsergebnisse wird das Konzept der zukünftigen Anordnung «Kindergarten und Tagesschule» finalisiert. Der Gemeinderat als zuständiges politisches Organ entscheidet über die Strategie sowie über die Priorisierung bei der Umsetzung.

Unabhängig von diesem Entscheid wird das Neubauprojekt «3-fach Kindergarten mit Tagesschule im Schulzentrum Hard» aufgrund des dringlichen Platzbedarfs und der sanierungsbedürftigen bestehenden Infrastruktur weiter vorangetrieben. Als Zielsetzung bleibt die Inbetriebnahme im Sommer 2029.

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