Langenthal

    Langenthal bekämpft invasiven Kirschlorbeer

    Nau.ch Lokal
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    In Langenthal wird der invasive Kirschlorbeer im Schulzentrum Elzmatte schrittweise entfernt. Ziel ist mehr Biodiversität und naturnahe Grünräume.

    Ortsschild der Stadt Langenthal.
    Ortsschild der Stadt Langenthal. - Nau.ch / Simone Imhof

    Wie die Stadt Langenthal mitteilt, stammt der immergrüne Kirschlorbeer ursprünglich aus Kleinasien und war aufgrund seines dichten Sichtschutzes lange eine beliebte Gartenpflanze. Seit dem 1. September 2024 gilt er in der Schweiz offiziell als invasiver Neophyt.

    Die Pflanze breitet sich stark aus, verdrängt einheimische Arten und beeinträchtigt natürliche Lebensräume. Da die Samen durch Vögel verbreitet werden, lässt sich eine weitere Ausbreitung kaum verhindern. Deshalb sollen bestehende Bestände schrittweise entfernt werden.

    Die betroffenen Flächen im Schulzentrum Elzmatte umfassen unterschiedliche Bereiche wie Lichtschächte, Strassenbegleitflächen und bestehende Wildhecken. Entsprechend wurden die Neubepflanzungen standortgerecht und unter Berücksichtigung der jeweiligen Nutzung geplant.

    Neophyt oder invasiver Neophyt

    Neophyten sind Pflanzenarten, die seit etwa 1492 durch den Menschen in Gebiete eingeführt wurden, in denen sie ursprünglich nicht heimisch waren. Viele dieser Arten sind unproblematisch.

    Von invasiven Neophyten spricht man hingegen, wenn sich solche Pflanzen stark und unkontrolliert ausbreiten und dadurch heimische Arten oder Ökosysteme beeinträchtigen oder wirtschaftliche beziehungsweise gesundheitliche Schäden verursachen. Der Kirschlorbeer zählt in der Schweiz zu diesen invasiven Arten.

    Ziele des Projekts

    Mit dem Projekt verfolgt die Stadt Langenthal im Umfeld des Schulhauses Elzmatte mehrere Ziele. Dazu gehören die Entfernung invasiver Neophyten, die Förderung der Biodiversität sowie einheimischer Pflanzenarten und die ökologische Aufwertung des Schulareals.

    Zudem sollen Aufenthalts- und Lernräume mit pädagogischem Mehrwert geschaffen und ein Modellprojekt für weitere Standorte entwickelt werden.

    Schrittweise Umsetzung in den kommenden Jahren

    Die Analyse der bestehenden Situation sowie die Planung der Entfernung und Neugestaltung wurden bereits abgeschlossen. In den nächsten Schritten erfolgt die konkrete Umsetzung in Zusammenarbeit mit dem Werkhof, der Schule, Schulklassen sowie dem Verein BirdLife Langenthal.

    Die Umsetzung erfolgt voraussichtlich etappenweise über die kommenden drei Jahre. Dabei sollen Synergien genutzt und bestehende Materialien nach Möglichkeit wiederverwendet werden. Die erste Etappe soll im Herbst 2026 umgesetzt werden.

    Mit dem Projekt setzt die Stadt Langenthal ein Zeichen für nachhaltige Grünraumentwicklung und den verantwortungsvollen Umgang mit invasiven Neophyten.

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