Herzogenbuchsee muss Abfallgebühren ab 2027 erhöhen
Die Einwohnenden von Herzogenbuchsee müssen künftig für die Abfallentsorgung tiefer in die Tasche greifen. Der Gemeinderat hat eine Erhöhung der Abfallgebühren beschlossen, um die defizitäre Spezialfinanzierung zu sanieren.

Die Spezialfinanzierung wies Ende 2025 ein Eigenkapital von rund 120'000 Franken auf. Aufgrund budgetierter Verluste in den Jahren 2026 und 2027 droht ihr im Jahr 2027 ein Bilanzfehlbetrag, wie der Gemeinderat Herzogenbuchsee am Donnerstag mitteilte. Gemäss kantonaler Gemeindeverordnung gilt die Spezialfinanzierung damit als Sanierungsfall.
Die Grundgebühr pro Wohnung oder Haus soll von aktuell 63 auf 80 Franken steigen, jene für Betriebe von 85 auf 108 Franken, wie aus der Mitteilung der Gemeinde hervorgeht. Auch die Jahresvignetten für Grüngutcontainer und Gebührenmarken für Grünabfuhr und Häckseldienst werden etwas teurer.
Die geplanten Gebührenerhöhungen sollen einen Mehrertrag von 83'000 Franken generieren. Zusätzlich sind Sparmassnahmen in Höhe von 27'000 Franken vorgesehen. Ziel ist es, im Budget 2028 eine ausgeglichene Rechnung für die Abfallfinanzierung zu erreichen. Bis Mitte 2027 soll dem Gemeinderat ein Plan zum weiteren Vorgehen präsentiert werden.
Im Sanierungskonzept ist eine Quersubventionierung zugunsten des Grünguts vorgesehen. Der Deckungsgrad beim Grüngut lag bislang bei 61 Prozent, während jener des Kehrichts 86 Prozent erreichte. Obwohl die Grüngut-Gebühren in Herzogenbuchsee bereits hoch sind, wird auf eine strikte Anwendung des Verursacherprinzips verzichtet, auch aus ökologischen Gründen, wie die Gemeinde weiter mitteilte.
Der Gemeinderat stimmte der Gebührenerhöhung bereits Mitte Oktober zu. Bevor die neuen Tarife am 1. Januar 2027 in Kraft treten können, müssen sie noch vom Preisüberwacher geprüft werden.






