Langenthal BE: ULA verliert Saisonstart und Cup-Spiel gegen WASA

Das NLB-Team von ULA verlor den Saisonstart am Freitag in Obwalden mit 7:10. Am Sonntag folgte in Langenthal BE die Cup-Niederlage gegen WASA St. Gallen.

Langenthal BE
In der gut gefüllten Kreuzfeldhalle empfing ULA im Cup das NLA-Team von WASA St. Gallen. - zVg

Am Freitagabend, 11. September 2026 startete um 20.00 Uhr die neue Saison für das NLB-Team von ULA; sie mussten in der ersten Meisterschaftsrunde auswärts gegen Ad Astra Obwalden antreten.

Am Sonntag war dann Cup-Time, und man empfing in der heimischen Kreuzfeldhalle das NLA-Team von WASA St. Gallen.

Zuerst zum 1. Meisterschaftsspiel: Die Gastgeber drückten dem Spiel in den ersten Minuten gleich den Stempel auf, ULA konnte sich nicht aus der Umklammerung lösen und musste in der 5. Minute den ersten Gegentreffer zur Kenntnis nehmen. Eine kuriose Szene ereignete sich in der 7. Minute: Ad Astra war im Spielaufbau und unbedrängt, als der Schiedsrichter eine Zweiminuten-Strafe anzeigte: ein Innerschweizer Spieler wurde wegen seiner Halskette bestraft. Kurz vor Ablauf der Zeit gelang Lukas Zaugg (Ass. Oliver Vänttinen) mit einer schönen Drehung vor dem Tor der Ausgleich. Kaum war wieder angespielt, standen zuerst nur vier Langenthaler auf dem Feld; als dann zwei gleichzeitig nachrücken wollten, gab’s für ULA eine Strafe wegen zu vielen Spielern. Ad Astra nützte die Überzahl und ging wieder in Führung.

Und wieder kaum angespielt, stürmten dieses Mal die Oberaargauer los, schnappten sich den Ball, Vänttinen legte auf Mendrek zurück, und dieser glich umgehend wieder aus. In der 13. und 17. Minute waren die Langenthaler erfolgreich; zuerst hatte Bucher alle Zeit der Welt, den Ball schön zu platzieren, und dann tankte sich Lukas Zaugg durch, was zur 2 – 4 Führung der Gäste führte. Kurz vor der Pause wurde Bucher wegen Stossen in die Kühlbox geschickt; die verbleibenden 33 Sekunden bis zur Pause verstrichen ohne Resultatänderung.

ULA überstand die Unterzahl unbeschadet, und auch beinahe die Hälfte des Mitteldrittels blieb torlos. Dann fasste sich Ad Astra ein Herz und verkürzte auf 3 – 4. Nur Sekunden später pfiffen die Unparteiischen einen Penalty für ULA, welcher Mendrek aber nicht versenken konnte. Die 31. Minute war immer noch nicht erreicht, als die Hausherren das Spiel wieder ausglichen.

Fünf Minuten vor der Pause musste Lars Weibel wegen Stockschlags auf die Strafbank; ULA stand gut und wehrte sich nach Kräften, doch gegen den präzisen Weitschuss in der 37. Minute war auch der gut aufspielende Silvan Lanz im ULA-Tor machtlos. In der gleichen Minute netzte Dario Berger auf Pass von Andrin Siegenthaler zum erneuten Ausgleich ein. Das war’s aber noch nicht im Mittelabschnitt: Ad Astra blieb aufsässig und ging vor der Pause noch mit 6 – 5 in Führung.

ULA startete gut ins Schlussdrittel, und Reinmann auf Berger realisierten abermals den Ausgleich. Zur Drittelsmitte (47. und 50. Minute) legten die Gastgeber mit 8 – 6 vor und in der 51. Minute musste ULA noch in Unterzahl; Andrin Siegenthaler wurde wegen überhartem Körpereinsatz bestraft. Ad Astra tat sich schwer, und ULA überstand die Strafe unbeschadet.

Ein ULA-Fehlpass direkt auf die Schaufel der Gegner brachte knapp fünf Minuten vor Drittelsende das 9 – 6. Und dann brachte sich ULA erneut in Rücklage; Jakub Mendrek musste wegen Beinstellen pausieren, und nur Sekunden später folgte ihm Lukas Moser wegen Stockschlags. So spielte ULA während 90 Sekunden zu dritt gegen fünf Sarner. Bereits nach 25 Sekunden bejubelten diese das Stängeli.

Danach wurde Ad Astra etwas nachlässig, und ULA konnte noch in Unterzahl auf 10 – 7 verkürzen (Lukas Zaugg, Ass. Jan Bucher). Dabei blieb es dann.

Langenthal BE
Eine Szene aus der Cup-Partie zwischen ULA und WASA St. Gallen. - zVg

Am Sonntag war dann Cup-Time: ULA empfing das NLA-Team von WASA St. Gallen in einer gut gefüllten Kreuzfeldhalle. Vor Spielbeginn durfte ULA-Präsident Markus Spycher vom NLB-Staff einen Check über knapp Fr. 8'000.00 entgegennehmen; dies war der Erlös aus dem 1. Bäueli-Grand-Prix, der am 4. September 2026 in Aarwangen stattgefunden hatte.

Dieser grosszügige Zustupf wurde mit einem grossen Applaus verdankt. Dann ging’s los!

Das Spiel startete flott, die Ostschweizer hatten etwas mehr Spielanteile, ULAs Angriffe konnten sich aber ebenfalls sehen lassen. In der 7. Minute waren dann die Gäste zum ersten Mal erfolgreich. Die folgenden Minuten waren ausgeglichen.

In Minute 14 musste ULA in Unterzahl: Andrin Siegenthaler wurde wegen Haltens gebüsst. Der Ball lief gut in den Gäste-Reihen, doch ULA konnte lange dagegenhalten; nach ¾ der Strafe war’s dann aber geschehen, und Yanis Plüss im ULA-Tor musste zum zweiten Mal hinter sich greifen. Kurz vor der Pause bot sich ULA dann die Gelegenheit, in Überzahl zu verkürzen; WASA wurde wegen eines Stockschlags zurückgebunden.

Bis zur Sirene kam ULA noch nicht in die Gänge, und es blieb beim 0 – 2. Im Mitteldrittel spielte ULA noch 46 Sekunden in Überzahl, das Power-Play stand gut, sie liessen den Ball laufen, und zwei Sekunden vor Ablauf der Strafe konnte Andrin Siegenthaler (Ass. Oliver Vänttinen) den Ball unter dem St. Galler Torhüter zum 1 – 2 durchschieben. Genau zur 28. Minute musste Dario Berger wegen Stockschlag auf die Strafbank: Die Gäste nutzen diese Chance und erhöhten nach der Hälfte der Strafe auf 1 – 3. In der 35. Minute liessen die WASAner dann ihre Qualität aufblitzen; mit einer schönen Kombination und einem präzisen Abschluss kamen sie zum 1 – 4. Wenig später patzten aber auch die Oberklassigen; ein Fehlpass direkt auf Buchers Schaufel verwertete dieser zum 2 – 4. Der Druck von WASA blieb aber aufrecht und kaum hatte der Speaker die letzte Spielminute des Drittels angesagt, stand es auch schon 2 – 5, was gleichzeitig auch das Pausenresultat war.

Der Torreigen ging bereits kurz nach der Pause weiter: in der 44., 48., 50. Minute ging’s für ULA jeweils zu schnell, und die Gäste erhöhten erbarmungslos auf 2 – 8. In der 52. Minute brillierte ULA mit einem Doppelschlag: Jakub Mendrek (Ass. Jan Bucher) und Vincent Kuik (Dario Berger) schossen zum 4 – 8 ein. ULA konnte dann nochmals in Überzahl agieren, wussten dies aber nicht in ein Tor umzumünzen.

Zu sechst ohne Torhüter versuchte ULA noch das Unmögliche zu schaffen, aber es blieb trotz Bemühungen beim klaren Sieg für die Ostschweizer.

Das Cup-Out muss man so zur Kenntnis nehmen; nächsten Samstag geht’s bereits um 13.00 Uhr zu Hause weiter mit der Meisterschaft. ULAs Gegner heisst Regazzi Verbano UH Gordola; in der vergangenen Saison wurden beide Spiele mit einem hohen Resultat vom Auswärtsteam gewonnen – für Spannung ist also gesorgt!

Ad Astra Obwalden – Unihockey Langenthal Aarwangen 10:7 (2:4, 4:1, 4:2) Dreifachhalle, Sarnen. 150 Zuschauer. SR Bleisch/Kuhn.

Tore: 5. A. Bachmann (V. Jonth) 1:0. 9. L. Zaugg (O. Vänttinen) 1:1. 10. A. Christen (V. Jonth) 2:1. 10. J. Mendrek (O. Vänttinen) 2:2. 13. J. Bucher (O. Vänttinen) 2:3. 18. L. Zaugg 2:4. 30. C. von Wyl (B. von Wyl) 3:4. 31. (Eigentor) 4:4. 37. K. Broby (J. Nyh) 5:4. 37. D. Berger (A. Siegenthaler) 5:5. 39. B. von Wyl (V. Jonth) 6:5. 42. D. Berger (M. Reinmann) 6:6. 47. J. Nigg (V. Jonth) 7:6. 50. M. Christen (A. Christen) 8:6. 56. J. Pluhar 9:6. 58. V. Jonth (J. Nyh) 10:6. 59. J. Bucher (L. Zaugg) 10:7.

Kommentare

Weiterlesen

Muri
117 Interaktionen
Gastro-König Péclard
Marco Tinbergen
40 Interaktionen
Über 400 Bewerbungen

MEHR LANGENTHAL

Langenthal BE
Langenthal BE
Langenthal BE
1 Interaktionen
Langenthal BE
Fussball
1 Interaktionen
Fussball

MEHR AUS OBERAARGAU

FC Langenthal
Fussball
Seeberg BE
Seeberg BE
Herzogenbuchsee BE
Herzogenbuchsee BE
Herzogenbuchsee BE
Herzogenbuchsee BE