Die Bevölkerung aus Küsnacht hat die Möglichkeit, gegen den Beschluss der Unterschutzstellung der Liegenschaft auf der Seestrasse 124 Rekurs zu erheben.
Küsnacht
Küsnacht am Zürichsee. (Archivbild) - Keystone

Das Gebäude auf der Seestrasse 124 in Küsnacht wird von der Gemeinde unter Schutz gestellt und ist damit dauernd und ungeschmälert zu erhalten. Umbauten, Renovationen und Instandstellungsarbeiten sind jeweils nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten wahrzunehmen.

Der Schutzumfang gilt für diverse Bereiche des Gebäudes

Der Schutzumfang gilt für die Fassaden mit den originalen Fenster- und Türeinfassungen, den Dachflächen und den originalen Lukarnen. Im Inneren wird die konstruktive Gebäudestruktur, umfassend das Tragwerk, die Struktur der Geschossdecken und das Dachgebälk unter Schutz gestellt.

Vom Innenausbau ist die Lage des Treppenhauses vom Erd- bis zum zweiten Obergeschoss, die gestemmten und gestrichenen Innentüren im ganzen Haus sowie im ersten Obergeschoss im Süd-Zimmer (Balkendecke, Stützen und Streben) im Schutzumfang enthalten.

Eine Neubeurteilung ist nicht auszuschliessen

Allfällige heute versteckte, archäologisch oder denkmalpflegerisch relevante Funde oder Mängel innerhalb der Bausubstanz oder im Untergrund sind nicht auszuschliessen. Eine Neubeurteilung des Schutzumfangs aufgrund neuer Erkenntnisse bleibt vorbehalten.

Ein allfälliger Einbau von Dachflächenfenstern ist nicht ausgeschlossen. Die Verträglichkeit wird im Rahmen eines Baugesuchsverfahrens beurteilt.

Die Bevölkerung hat die Möglichkeit Rekurs zu erheben

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen beim Baurekursgericht Zürich schriftlich Rekurs erhoben werden. Der Fristenlauf beginnt für Adressaten mit der Zustellung des Beschlusses für Dritte mit der Publikation.

Die in dreifacher Ausführung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag enthalten und ist zu begründen. Der angefochtene Entscheid ist beizulegen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und, soweit möglich, beizulegen. Das Rekursverfahren ist kostenpflichtig, die Kosten hat die unterliegende Partei zu tragen.