Auch in Zukunft kommt in Horw einwandfreies Trinkwasser aus den Wasserhähnen. Dazu hat die Gemeinde 11,45 Millionen Franken investiert.
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Trinkwasser. (Symbolbild) - Keystone

Wie die Gemeinde Horw berichtet, wird in Horw zwar nicht Wasser zu Wein, aber Seewasser zu Trinkwasser: Wasser wird in der Tanneggbucht im Vierwaldstättersee in einer Tiefe von 43 Metern gefasst und bis zuoberst in den Grämliswald gepumpt. Dort steht seit 85 Jahren die Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) Grämlis.

In den vergangenen Jahren hat die Gemeinde Horw kräftig in die Trinkwasseraufbereitung investiert. 2015 haben die Horwer Stimmenden den Kredit von 11,45 Millionen Franken für die Sanierung mit 96 Prozent Zustimmung gutgeheissen. 2016 erfolgte der Spatenstich, der grösste Teil der Arbeiten wurde im Jahr 2019 fertiggestellt. Nun, nach terminlichen Verzögerungen wegen der Corona-Pandemie, wird die neue TWA Grämlis offiziell eingeweiht.

Sauber ohne Chemie

Die Grossinvestition stellt einwandfreies Trinkwasser sicher, das neu ohne Einsatz von Chlordioxid als Desinfektionsmittel aufbereitet wird. Das Seewasser wird bereits im Pumpwerk Krämerstein vorfiltriert. Danach fliesst das Rohwasser durch die 1500 Meter lange Transportleitung über eine Höhendifferenz von 108 Metern hinauf zur Anlage Grämlis.

Hier kommt ein mehrstufiges Verfahren zum Einsatz. Zentraler Bestandteil ist die Ultrafiltrationsanlage. Diese besteht aus Filtrationsstrassen, die mit Membranmodulen ausgestattet sind. Dort dringt das Wasser hindurch, Schmutzpartikel, Trübstoffe, Bakterien und Viren werden zuverlässig zurückgehalten.

Die Ultrafiltrationstechnologie alleine garantiert bereits Trinkwasserqualität. Trotzdem wird sie durch weitere Verfahrensstufen ergänzt: die Zugabe von Ozon und die Aktivkohlefiltration. Das dient allfälligen zukünftigen Anforderungen an das Trinkwasser.

Ausgebaut wurde in der Anlage im Grämliswald auch die Speicherkapazität. Damit ist die Versorgung mit Trinkwasser in Horw auch bei einer weiteren Zunahme der Bevölkerung sichergestellt.

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