Kriens schafft kurzfristig zusätzlichen Schulraum
Die Volksschule benötigt bereits ab Schuljahr 2026/27 zusätzliche Schulräume. Als Übergangslösung werden diese im Kleinfeld und im Raum Meiersmatt eingerichtet.

Wie die Stadt Kriens schreibt, steigen die Schülerzahlen in der Stadt Kriens weiter an. Aktuell werden 28 Kindergartenabteilungen und 90 Primarabteilungen geführt. Die bestehenden Schulräume sind damit vollständig ausgelastet.
Aufgrund der Geburtenrate, der Zuzüge und der Bautätigkeiten in der Stadt benötigt die Volksschule Kriens bis 2035 Raum für 5 zusätzliche Kindergartenklassen, 19 Primarklassen und 12 Klassen auf Sekundarstufe. Mit der «Schulraumstrategie 2025–2035» zeigt die Stadt, wo und wie dieser Bedarf gedeckt wird.
Die Stadt Kriens setzt dabei bewusst auf eine platzsparende Entwicklung: Statt neue Schulstandorte zu schaffen, werden bestehende Anlagen bedarfsgerecht erweitert und gestärkt. Wo immer möglich erfolgt dies durch Aufstockungen, um Freiflächen zu schonen und kompakte Areale zu erhalten.
Geplant sind bis 2035 Investitionen von über 200 Millionen Franken an verschiedenen Schulstandorten in der Stadt Kriens.
Zusammenarbeit und Ausweichmöglichkeiten als Schlüssel
Ein weiterer zentraler Bestandteil der Strategie ist die Kombination aus baulichen Massnahmen und flexiblen Übergangslösungen.
So plant die Stadt unter anderem die Umnutzung des Kirchenzentrums St. Franziskus in Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche Kriens, wodurch zusätzlicher Schulraum für mehrere Klassen entsteht.
Parallel dazu werden gezielt externe Flächen angemietet, um kurzfristige Engpässe zu überbrücken und während Umbau- oder Sanierungsphasen Ausweichmöglichkeiten zu schaffen.
Die gemieteten Flächen sollen für temporäre Klassenverschiebungen während der Umbau- oder Sanierungsphase in den jeweiligen Schulhäusern genutzt werden.
Vier zusätzliche Klassen ab Schuljahr 2026/27
Bereits für das kommende Schuljahr 2026/27 besteht Handlungsbedarf, da vier zusätzliche Klassen geführt werden müssen: Eine Sekundarklasse wird im Schulhaus Roggern 2 untergebracht, eine zusätzliche Primarklasse im Schulhaus Krauer.
Für zwei Klassen des ersten Zyklus (Kindergarten sowie 1. und 2. Klasse) müssen zusätzliche Räume zugemietet werden. Damit wird sichergestellt, dass ausreichend Angebote bestehen und Kinder weiterhin wohnortsnah eingeschult werden können.
Der Stadtrat hat deshalb am 11. März 2026 entschieden, eine Basisstufe im Sportgebäude auf dem Kleinfeld zu führen.
Temporäre Nutzungen als Übergangslösung
Für eine weitere Basisstufe wird im Raum Meiersmatt eine geeignete Übergangslösung gesucht. Der Stadtrat hat einem entsprechenden Vorschlag für eine temporäre Nutzung am 1. April 2026 bereits zugestimmt.
Stadtrat Roger Erni ergänzt: «Der Standort liegt zentral im Einzugsgebiet der Schulhäuser Meiersmatt und Feldmühle und ist gut erschlossen. Die Anbindung an das Schulhaus Meiersmatt ermöglicht die Mitnutzung bestehender Infrastruktur wie Pausenplatz und Sportanlagen.»
Die Vertragsverhandlungen werden aktuell durch die Immobiliendienste geführt.
Eingebettet in die «Schulraumstrategie 2025–2035»
Die kurzfristigen Massnahmen sind Teil der übergeordneten «Schulraumstrategie 2025–2035» der Stadt Kriens. Diese schafft eine vorausschauende und nachhaltige Grundlage, um dem steigenden Bedarf an Schulraum Rechnung zu tragen.
Die Strategie setzt bewusst auf Qualität und eine städtebaulich sinnvolle Entwicklung. Als optimale Grösse gelten Schulanlagen mit vier Kindergarten- und zwölf Primarabteilungen, da diese pädagogische Zusammenarbeit und Unterrichtsqualität fördern.
Weiterentwicklung der Schulstandorte
Auch die Sekundarstufe wird weiterentwickelt. Die Standorte Roggern, Kirchbühl, Meiersmatt und Kleinfeld bleiben bestehen, zusätzlicher Schulraum entsteht insbesondere auf dem Areal Roggern.
Für Stadtrat Marco Frauenknecht bildet die Strategie die Grundlage für die Entwicklung der Schulstandorte in den nächsten zehn Jahren: «Die Schulraumstrategie umfasst sämtliche Bildungsbereiche – vom Kindergarten über Primar- und Sekundarstufe bis hin zu Musikschule, schulergänzender Betreuung und Spielgruppen. Ebenso berücksichtigt sie Anforderungen an Freizeit- und Pausenräume und schafft damit eine tragfähige Grundlage für eine qualitativ hochwertige Weiterentwicklung des Bildungsstandorts.»
Die Stadt Kriens setzt damit ihre Strategie konsequent um: Bestehende Anlagen werden gestärkt, Flächen effizient genutzt und Übergangslösungen gezielt eingesetzt.
Stadtrat Marco Frauenknecht ist überzeugt: «Die nun beschlossenen Massnahmen stellen sicher, dass der Schulbetrieb auch in den kommenden Jahren geordnet, wohnortsnah und qualitativ hochwertig geführt werden kann.»










