HC Kriens-Luzern

Erster Matchball: HCKL schnuppert am Meistertitel

Nau.ch Lokal
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Kriens,

Nach dem packenden 2:0-Ausbau der Finalserie fehlt dem HC Kriens-Luzern noch ein Sieg. Am Samstag wartet in Schaffhausen der erste Schritt zum Pokal.

HC Kriens-Luzern
Der HC Kriens-Luzern ist ein Handballverein aus Kriens bei Luzern. Die Krauerhalle ist die Heimspielstätte des Vereins. - Keystone/ Grafik Nau.ch

Es steht 2:0. Wie der HC Kriens-Luzern berichtet, schnuppert das Team nach einem grandiosen und abgeklärten Sieg im zweiten Spiel am Meistertitel. Am Samstag ist die erste Mannschaft beim zweiten Auswärtsspiel in Schaffhausen gefordert. Es bietet sich die erstmalige Chance, den Meisterpokal nach Kriens zu bringen und dennoch, gewonnen ist noch nichts.

Dies ist keine Tiefstapelei, sondern es ist ein altbekanntes Phänomen, dass der letzte Schritt zum Meistertitel stets der grösste ist. Die Kadetten Schaffhausen werden dieses Spiel der letzten Chance nicht herschenken, sondern mit einer «jetzt erst recht»-Mentalität konsequent den Sieg erzwingen wollen.

Es war Spektakel pur am Mittwochabend in der Pilatus-Arena und es gab jede Menge Gänsehaut-Momente. Was der HC Kriens-Luzern auf die Platte zauberte, war schlicht überragend. Dies gilt nicht nur für das Athletische, sondern es war auch die Mentalität, die passte, die Einstellung und die Überzeugung.

Erfolgswelle trägt den HCKL Richtung Titel

Cheftrainer Thomas Zimmermann vollbrachte das Kunststück, aus vielen starken Einzelspielern ein Team zu bilden. Jeder einzelne Spieler stellt sich in den Dienst der Mannschaft, um das grosse Ziel zu erreichen: Den ersten Meistertitel nach Kriens holen.

Dieser Funke sprang vom Team auf die über 4000 Zuschauerinnen und Zuschauer über. Je länger das Spiel dauerte, desto lauter wurde es in der Arena. Die Mannschaft wurde richtiggehend angepeitscht und voluminös zum Sieg getragen. Einmal mehr erzielten die Krienser über 40 Tore und gegen diese Tormaschinerie hatte Schaffhausen kein Rezept.

Der HCKL schwimmt auf einer Erfolgswelle und hat drei Matchbälle. Cheftrainer Thomas Zimmermann steht nun vor der grossen Herausforderung, die Mannschaft auf das dritte Spiel dieser Finalserie vorzubereiten und die wilden Pferde zu zügeln.

Sieg in der Pilatus Arena

Er blickt nochmals auf den Mittwochabend zurück und wagt einen Ausblick auf das Spiel vom nächsten Samstag in Schaffhausen: «Die Stimmung in der Arena war überwältigend. Es ist eine neue Dimension für den Schweizer Handball. Von den Fans kommt ein grosser Druck, aber damit muss man als Heimteam umgehen können. Nicht einfach ist es für die Schiedsrichter und die Offiziellen, die diesen Druck auch aushalten müssen.

Ich spürte bei meiner Mannschaft aber keine Nervosität. Schaffhausen hat das zu Beginn sehr gut gespielt. Wir hatten etwas Mühe in der Deckung und vorne machten wir ein paar Fehler. Das gehört dazu und die Jungs haben gut darauf reagiert. Während des Spiels war ich immer davon überzeugt, dass wir den Sieg nach Hause bringen. Als es dann geschafft war, war die Erleichterung natürlich gross.»

Gegner Kadetten Schaffhausen

«Schaffhausen hat eine qualitativ gute Mannschaft. Ich habe immer gesagt, dass sie uns körperlich überlegen und sehr stark sind. Das hat sich in den beiden Spielen auch bestätigt. Sie können sehr gut Handball spielen und sind nicht umsonst Hauptrundensieger und im Playoff-Final.»

«Wir sind seit einigen Spielen in einem sehr guten Rhythmus. Es gibt bei uns deshalb nicht viel zu ändern. Natürlich werden wir aufgrund der Videoanalyse noch versuchen das eine oder andere anzupassen. Es wäre ohnehin schwierig, kurzfristig grundlegende Dinge zu verändern. Jede Mannschaft hat seine Vorlieben zum Spielen.

Wir werden dennoch versuchen, Schaffhausen vor schwierige Aufgaben zu stellen. Bevor es für die Spieler mit der Vorbereitung losgeht, habe ich ihnen eine Auszeit vom Handballspiel gewährt. Sie sollen zuerst Abstand von den Eindrücken des letzten Spiels nehmen.»

Analyse trotz Sieg notwendig

«Die Freude über den Sieg am Mittwochabend war gross. Eine gewisse Euphorie ist zu spüren. Es steht aber erst 2:0 und das Spiel fängt am Samstag wieder bei null an. Es war gut, dass die Jungs einen Tag für sich trainieren konnten. Sie müssen im Kopf frei sein. Gewonnen ist noch gar nichts, das muss ihnen bewusst sein.

Es ist die Aufgabe von mir und meinem Staff, die Spieler wieder zurück auf den Boden zu holen. Wir müssen demütig bleiben. Am Samstag muss der Fokus wieder zu 100 Prozent stimmen. Trotz des Sieges war am Mittwoch nicht alles perfekt und das sprechen wir an.»

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