Die Einführung des Trennsystems beim Schulhaus nimmt Fahrt auf
Beim Schulhaus Wikon wird ein Trennsystem eingeführt, welches Oberflächenwasser zurück in den Boden führt. Die Kreditvergabe obliegt der Gemeindeversammlung.

Wie die Gemeinde Wikon schreibt, wurde die Bevölkerung im Dezember 2025 ein erstes Mal über die Einführung des Trennsystems beim Schulhaus informiert.
Mit dem Projekt soll das Oberflächenwasser des Schulhausareals (Fläche von insgesamt 5700 Quadratmetern) versickert und damit zurück in den Erdboden geführt, statt wie bis heute in die Mischabwasserkanalisation eingeleitet werden.
So funktioniert das Trennsystem
Beim Trennsystem werden Regen- und Schmutzabwasser in zwei separaten Leitungen geführt, wobei das oberste Ziel immer die Versickerung direkt vor Ort ist.
Nach dem Grundsatz «Vermeiden vor Versickern vor Retention vor Einleitung» wird die Kanalisation entlastet und die Kläranlage vor Überlastung geschützt, was Umwelt und Infrastruktur massgeblich schont.
Das Ingenieurbüro Kost + Partner AG hat zwischenzeitlich das Bauprojekt ausgearbeitet. Das Baugesuch wird über alle Etappen eingereicht. Die Einreichung sowie Ausschreibung des Baugesuches erfolgen zeitnah.
Die Ausführung erfolgt in mehreren Etappen.
Erste Etappe: Kredit soll im November bewilligt werden
Im Rahmen der Sanierung und Aufstockung des Schulhauses werden die Dachflächen neu gemacht. Dadurch entsteht für die Gemeinde als Eigentümerin die Pflicht, diese Flächen ins Trennsystem zu überführen.
Mit der Ausführung der ersten Etappe erfüllt die Gemeinde somit ihre Pflichten als Eigentümerin des Gebäudes.
Für die Ausführung der ersten Etappe soll an der Gemeindeversammlung im November 2026 ein Sonderkredit von 300'000 Franken beantragt werden.
Weitere Etappen zielt auf ergänzende Anpassungen
Mit den weiteren Etappen sollen die restlichen Flächen des Schulhausareals ins Trennsystem überführt werden. Mit der zweiten Etappe beabsichtigt die Gemeinde die Umgestaltung des Parkplatzes (90'000 Franken) zu realisieren, damit dieser zugleich sinnvolle Anpassungen an der Verkehrsführung vorgenommen werden können, welche die Verkehrssicherheit erhöhen.
Der Bereich der Mehrzweckhalle soll erst angegangen werden, wenn an diesem Gebäudeteil grössere Arbeiten vorgenommen werden. Für die Ausführung der weiteren Etappen werden jeweils an der Gemeindeversammlung die notwendigen Kredite beantragt.
Da der Ausführungszeitpunkt der weiteren Etappen noch nicht bekannt ist, wird kein Kredit über das gesamte Projekt eingeholt.
Die Kosten werden auf die Anteile Liegenschaft Schulhaus und Abwasserentsorgung verteilt. Die Beträge werden im Aufgaben- und Finanzplan berücksichtigt. Die Kosten für alle Etappen (inklusive der ersten Etappe) zusammen belaufen sich auf 780'000 Franken.






