Wie die Gemeinde Kriens berichtet, wurde am Samstag, 25. September 2021, der Krienser Bahnhof Mattenhof offiziell eröffnet.
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Ein Zug fährt in einen Bahnhof ein. (Symbolbild) - sda - Keystone/ELIA BIANCHI

Im Rahmen des Herbstfestes im Mattenhof wurde am Samstag, 5. September 2021 auch der Krienser Bahnhof Mattenhof offiziell eingeweiht. Kanton Luzern, Zentralbahn und Stadt Kriens als beteiligte Projektpartner übergaben die «kleine, aber wichtige» Verkehrsdrehscheibe.

Der Zentralbahn-Zug fuhr in die Haltestelle «Kriens Mattenhof» ein, hielt am richtigen Ort und die lokalen Honorationen (Toni Häne, Verwaltunsgratspräsident der Zentralbahn und Maurus Frey, Krienser Stadtrat) klaubten die Abdeckung weg: Jetzt fährt auf dem Zentralbahn-Netz auch ein Zug mit dem Namen «Stadt Kriens».

Das sei ein wichtiges Zeichen für die Zugkraft, die Kriens dem neuen Stadtteil am Bahnhof für die Entwicklung der ganzen Stadt zuordne, sagte der Krienser Bauvorsteher.

Das Gemeinschaftswerk «Bahnhof»

Voraussetzungen dafür aber sei das Gemeinschaftswerk «Bahnhof»: Zentralbahn, Kanton Luzern und Stadt Kriens haben gemeinsam die vor 20 Jahren noch auf der grünen Wiese realisierte Haltestelle zum Bahnhof ausgebaut: Der «Krienser Hauptbahnhof», wie es zb-Verwaltungsratspräsident Toni Häne formulierte.

Es sei inzwischen die am stärksten frequentierte Haltestelle der Zentralbahn, «und es ist der schönste Bahnhof», wie er mit Blick auf die markanten Perrondächer anfügte. Die Perrondächer waren nach der Zusage durch den Krienser Einwohnerrat lange Zeit Gesprächsthema – spätestens jetzt mit der offiziellen Bahnhof-Eröffnung aber war das Geschichte.

Denn das Engagement hat sich gelohnt – die eleganten Perrondächer mit der Holz-Unterseite sind längst zur Visitenkarte für Ankommende in Kriens geworden

Eine wichtige Drehscheibe des Verkehrs

Luzerns Regierungsrat Fabian Peter überbrachte die Grüsse der Kantonsregierung. Der Bahnhof sei eine für die Region enorm wichtige Drehscheibe des Verkehrs und damit auch des öffentlichen Lebens.

Der Kanton Luzern engagiere sich gerne für solche Projekte, weil sie in der Wahrnehmung der mobilen Menschen des 21. Jahrhunderts ein wichtiger Beitrag für Lebensqualität seien.

Fabian Peter stellte den Bahnhof Mattenhof in einen grösseren Zusammenhang mit weiteren mobilitätsfördernden Projekten auf Strassen und Schienen und betonte deren Wichtigkeit für die Gestaltung der Zukunft.

Schwierige Bauzeit

Sehr viele Zaungäste liessen es sich nicht nehmen, die vor einem Jahr wegen Corona verschobene offizielle Eröffnung des Bahnhofs live vor Ort mitzuverfolgen. Gunthard Orglmeister, Leiter Infrastruktur bei der Zentralbahn, blickte auf die schwierige Bauzeit zurück.

Denn der Bahnhof sei während der Bauarbeiten nur für kurze Zeit gesperrt gewesen. Dabei hätten die engen Platzverhältnisse und die Passagierströme für besondere Herausforderungen gesorgt.

Dabei musste vor Baubeginn mit 25 Meter tief in den Biden gerammten Mikrophählen zuerst ein stabiles Fundament gelegt werden. Zum 20 Millionen teuren Gesamtprojekt hat die Stadt Kriens 40 Prozent beigesteuert.

Ein barrierefreier Ausbau

Ein barrierefreier Ausbau der gesamten Anlage, der Neubau einer zentralen Personenunterführung mit Lift, neue Bahnperrons inklusive Perrondächer, geschützte Wartebereiche, eine öffentliche WC-Anlage, 376 gedeckte Veloabstellplätze sowie eine bessere Verknüpfung von Bahn und Bus mit Bus-Hub direkt bei der Haltestelle sind die wesentlichen Merkmale.

Für Bauvorsteher Maurus Frey kommt dem «Bahnhof» insbesondere aber auch symbolischer Stellenwert zu. Er sei als Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs, aber auch als Begegnungsort für die Menschen in Kriens wichtig. Und er sei ein Ort, der es den Menschen erleichtern soll, in Kriens «anzukommen».

Die beiden Krienser Pfarrherren Kurt Däppen und Bernhard Waldmüller gaben dem Bahnhof, aber auch den Reisenden den Segen. Begleitet wurde der Anlass durch Alphornklänge und Mattenhof-Kinder.

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