Die Genossenschaft Wärmeverbund Malters versorgt ab Winter 2022 einen Grossteil der Gemeinde klimaneutral mit Wärme.
Ausblick Malters.
Ausblick Malters. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Die Genossenschaft Wärmeverbund Malters will einen Grossteil der Gemeinde klimaneutral mit Wärme versorgen. Bereits im Dezember 2021 sind die ersten Leitungen in den Boden verlegt worden.

Die Genossenschaft Wärmeverbund Malters hat an einer ausserordentlichen Generalversammlung den Baustart für die Heizzentrale und das Leitungsnetz im Dorfgebiet (Perimeter 1) beschlossen. Die Heizzentrale wird in der Halle der Weibel AG an der Mettlenmatte 3 realisiert.

Die Wärmelieferung für die ersten Häuser der Genossenschaft Wohnen Malters ist auf den Winter 2022 bis 2023 geplant. Das Leitungsnetz für das Industrieareal (Perimeter 2) ist derzeit in Planung. Die ersten Leitungen für das Wärmeverteilnetz sind schon diesen Dezember bei der Wohn-Überbauung Oberfeld in den Boden verlegt worden.

Versorgung eines grossen Teils der Gemeinde mit erneuerbarer Energie

Dies, weil ab Januar 2022 an besagter Stelle für die nächsten zwei Jahre eine Baustelleneinrichtung zu stehen kommt. Ein Blick zurück: Im Dezember 2020 gründeten acht Firmen und Körperschaften die Genossenschaft Wärmeverbund Malters.

Ziel ist es, in Malters ein Fernwärmenetz zu betreiben, welches eine nachhaltige und CO2-neutrale Wärmeversorgung ermöglicht. «Dank der effizienten Energienutzung mit dem Energieträger Holz aus der Region leistet die Genossenschaft einen wesentlichen Beitrag für den Klimaschutz und setzt damit die Energiestrategie 2050 um», sagt Genossenschaftspräsident Christof Studhalter.

Sie schaffe hier Arbeitsplätze und die Wertschöpfung bleibe weiterhin in der Region. Der Malterser Gemeindeammann Marcel Lotter ist erfreut über den Baustart.

«Mit dem Wärmeverbund wird eine Infrastruktur erstellt, welche die Versorgung eines grossen Teils der Gemeinde mit erneuerbarer Energie ermöglicht. Dass dieses komplexe Projekt aufgrund einer privaten Initiative mit einer Genossenschaft realisiert wird, ist aussergewöhnlich und verdient Unterstützung.»

Holz als Energieträger ist eine nachhaltige und saubere Sache

Auch Martin Wicki, als Malterser Gemeinderat zuständig für Umwelt und Energie sagt: «Holz als Energieträger ist eine nachhaltige und saubere Sache, die wir als Energiestadt und Genossenschaftsmitglied gerne mitunterstützen.» Die Genossenschaft will erneuerbare Energie zu günstigen Konditionen abgeben.

Der Ertrag aus der Geschäftstätigkeit soll daher nicht auf eine Gewinnmaximierung, sondern auf eine nachhaltige und kostenbasierende Energieversorgung ausgerichtet sein. 5000 Franken für Anteilschein Die Genossenschaft ist breit abgestützt.

Nebst der erwähnten Einwohnergemeinde Malters sind unter anderem grosse Wärmebezüger wie die Genossenschaft Wohnen Malters, die katholische Kirchgemeinde Malters und die Landi Pilatus AG Gründungsmitglieder. «Die Genossenschaft steht natürlich weiteren Interessierten offen», sagt Studhalter.

Um Mitglied zu werden, können Anteilscheine à 5000 Franken gezeichnet werden. Auf der Webseite können Interessierte eine Mitgliedschaft beantragen. Ebenfalls sind dort der Katasterplan und weitere Informationen aufgeschaltet. Der Vorstand hofft, möglichst viele Malterser für eine CO2-freie Zukunft zu gewinnen.

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