Sanierung Schlossturm: Jetzt wird auch das Dach rundum erneuert
Beschädigte Dachziegel, undichte Stellen zeigen: Das Dach des Schlossturms Arbon muss nun doch vollständig erneuert werden. Der Stadtrat bewilligt den Kredit.

Die Sanierung des Schlossturms Arbon schreitet planmässig voran. Nachdem seit dem Baustart im Februar 2025 Vorbereitungsarbeiten, Reinigungen und Bemusterungen durchgeführt wurden, laufen derzeit die Arbeiten an den Naturstein- und Putzfassaden weiter, wie die Stadt Arbon mitteilt.
Die Verfestigung der Sandsteinfassade ist grösstenteils abgeschlossen, einzelne Bereiche im oberen Turmteil sind noch in Bearbeitung. Die verputzten Fassaden befinden sich insgesamt in gutem Zustand.
Der bestehende Flechten- und Moosbewuchs wird bewusst belassen, da er Teil des historischen Erscheinungsbildes ist.
Stadtrat genehmigt Kredit für vollständige Neueindeckung des Dachs
Im Zuge der vertieften Untersuchungen zeigte sich, dass auch das Dach des historischen Bauwerks umfassender saniert werden muss als ursprünglich angenommen. Erste Begutachtungen hatten noch darauf hingedeutet, dass eine teilweise Instandstellung möglich wäre.
Detaillierte Prüfungen haben nun jedoch ergeben, dass zahlreiche Dachziegel beschädigt und die wasserführenden Elemente nicht mehr ausreichend dicht sind. Eine lediglich punktuelle Reparatur ist deshalb nicht sinnvoll.
Deshalb hat der Stadtrat an seiner Sitzung vom 11. Mai 2026 für die vollständige Neueindeckung des Dachs einen Kredit von rund 177’000 Franken genehmigt. Die Arbeiten hat er an die DAWAG AG, Horn, vergeben.
Gleichzeitig wurde geprüft, ob im Zuge der Arbeiten eine zusätzliche Wärmedämmung angebracht werden soll. Zwei unabhängige Gutachten kamen jedoch zum Schluss, dass darauf verzichtet werden kann.
Dank Minderkosten: Objektkredit wird nicht überschritten
Obwohl die vollständige Erneuerung des Dachs im ursprünglichen Kostenvoranschlag nicht vorgesehen war, kann das Gesamtprojekt nach heutigem Stand weiterhin innerhalb des bewilligten Objektkredits von 2,14 Millionen Franken umgesetzt werden.
Möglich wird dies durch erwartete Minderkosten in anderen Bereichen, insbesondere bei den Natursteinarbeiten. Der Abschluss der umfassenden Sanierung ist weiterhin für Frühling 2027 vorgesehen.






