Energie

Zukunftspläne forcieren Velowege und Öko-Energie

Stadt Frauenfeld
Stadt Frauenfeld

Frauenfeld,

Der überarbeitete Richtplan für die Stadt Frauenfeld koordiniert das Gesamtverkehrssystem und erneuerbare Energien. Die Mitwirkung dazu startet am 27. Mai 2026.

Der Bahnhof in Frauenfeld.
Der Bahnhof in Frauenfeld. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Die Anforderungen an Frauenfeld verändern sich. Das gilt für das Wohnen und Arbeiten ebenso wie für den Verkehr und die Energie, berichtet die Stadt Frauenfeld. Um die künftigen Entwicklungen vorausschauend zu steuern, hat die Stadt ihren Richtplan überarbeitet.

Die Bevölkerung ist eingeladen, sich im Rahmen einer Mitwirkung zum Richtplan einzubringen. Die Mitwirkung startet am 27. Mai und dauert bis am 31. August 2026.

Mit seiner historischen Altstadt, viel Grün und einer guten Anbindung an Zürich und Winterthur ist Frauenfeld ein attraktiver Ort zum Leben und Arbeiten. Frauenfeld übernimmt als Kantonshauptstadt auch eine wichtige Zentrumsfunktion

Mobilität und Energie im Wandel

Gleichzeitig verändern sich die Anforderungen an die Stadt: In den kommenden Jahren werden mehr Menschen in Frauenfeld leben und arbeiten. Deshalb braucht es Wohnraum und Arbeitsplätze am richtigen Ort.

Auch die Mobilität ist im Wandel. Damit alle mit dem öV, Velo, Auto oder zu Fuss gut ans Ziel kommen, muss der Verkehr klarer organisiert werden. Bei der Energie steht ein Umbau an: weg von fossilen Energien, hin zu erneuerbaren Quellen und effizienteren Gebäuden.

Diese Entwicklungen können nicht dem Zufall überlassen werden. Deshalb gibt es den Richtplan. Dieses Planungsinstrument setzt die Leitplanken für die Stadtentwicklung. Der Richtplan ist für die Behörden verbindlich, entscheidet aber nicht über konkrete Bauprojekte. Dafür braucht es nachgelagerte Planungen und Bewilligungsverfahren.

Die Stadt als Ganzes denken

Der Richtplan koordiniert die Stadtentwicklung über verschiedene Bereiche hinweg. Er gliedert sich in vier Kapitel, die ineinandergreifen.

Siedlung: Der neue Richtplan stärkt den Charakter Frauenfelds als selbstbewusste Kleinstadt mit klarem Profil. Die Stadt entwickelt sich vorwiegend dort, wo bereits Infrastrukturen vorhanden sind.

Schwerpunkte bilden der Murgbogen als neues Stadtquartier mit Wohnen, Arbeiten und Freizeit sowie das Langfeld als Gebiet für Gewerbe, Dienstleistungen und Wohnen. Auch zentrumsnahe Orte wie der Marktplatz, die Gaswerkstrasse oder die Untere Vorstadt werden gezielt entwickelt und aufgewertet.

Verkehr gezielt organisieren

Freiraum: Parks, Plätze, Strassenräume und Gewässer werden als Orte der Begegnung, Bewegung und Erholung weiterentwickelt. Sie kühlen die Stadt im Sommer und schaffen Aufenthaltsqualität im Alltag. Naturräume und schutzwürdige Landschaften bleiben als Lebensraum und Naherholungsgebiete erhalten, Gewässer werden aufgewertet.

Verkehr: Der Richtplan organisiert den Verkehr als Gesamtsystem, in dem jedes Verkehrsmittel seine Berechtigung hat. Hauptachsen, Quartierstrassen und Aufenthaltsräume werden klarer unterschieden: Nicht jede Strasse muss alles können. Der Fuss- und Veloverkehr wird mit sicheren, durchgängigen Verbindungen gestärkt.

Die Siedlungsentwicklung und Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr werden enger verzahnt. Die Erreichbarkeit für Industrie und Gewerbe wird durch ein leistungsfähiges Strassennetz und eine Schienenanbindung weiterhin sichergestellt und lokal verstärkt.

Nachhaltige Energieversorgung

Energie: Der Richtplan zeigt den Weg zu einer nachhaltigen und verlässlichen Energieversorgung. Erneuerbare Quellen werden ausgebaut, fossile Energien schrittweise ersetzt und für die Wärmeversorgung werden gemeinsame Lösungen für ganze Gebiete – etwa über Fernwärmeverbünde – gefördert.

Der Stadtrat informierte die Bevölkerung am 26. Mai 2026 im Casino Frauenfeld über den neuen Richtplan. Vom 27. Mai bis 31. August 2026 findet die Mitwirkung zum überarbeiteten Richtplan statt. Politik, Bevölkerung, Wirtschaft und weitere interessierte Kreise sind eingeladen, ihre Rückmeldungen einzubringen.

Weiteres Verfahren bis zur Genehmigung

Nach Abschluss der Mitwirkung werden alle Eingaben ausgewertet und wo möglich und sinnvoll in den Richtplan eingearbeitet. Anschliessend wird der bereinigte Richtplan öffentlich publiziert.

In einem 20-tägigen Einwendungsverfahren kann nochmals Stellung bezogen werden. Danach verabschiedet der Stadtrat den Richtplan, bevor er voraussichtlich Mitte 2027 vom Kanton genehmigt und in Kraft gesetzt wird.

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