Kreuzlinger Parlament genehmigt Kredite und Kulturbeiträge
Das Kreuzlinger Gemeindeparlament bewilligt einen Kredit von über 49 Millionen Franken für Sanierung und Ausbau städtischer Gebäude sowie höhere Kulturbeiträge.

Wie die Stadt Kreuzlingen mitteilt, hatten die Gemeinderäte eine komplexe und umfangreiche Botschaft an ihrer ersten Sitzung im noch jungen Jahr 2026 zu beraten. Es ging um das Projekt «Sanierung und Erweiterung der bestehenden städtischen Verwaltungsliegenschaften». Der Stadtrat beantragte dafür einen Kredit von 49'369'500 Franken sowie die damit verbundenen Abstimmungen.
Dazu gehörten der Übertrag der Parzelle 196 vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen der Stadt Kreuzlingen in Höhe von 1'770'000 Franken, ein Landabtausch der Parzellen 1871, 1851 und 1477 im Austausch für die Parzellen 197 und 2420 innerhalb des Verwaltungsvermögens sowie die Aufhebung des Kreditbeschlusses gemäss Volksabstimmung vom 27. November 2016 für das «Gesamtprojekt Neubau eines zentralen Stadthauses, Bau einer Tiefgarage und Neugestaltung der Festwiese» (Projekt «Schlussstein») zugunsten der Volksabstimmung vom 14. Juni 2026.
Nach einer engagierten Diskussion während der materiellen Beratung hiess das Gemeindeparlament den Kreditantrag in der Schlussabstimmung bei 2 Enthaltungen mit 28 Ja- zu 6 Nein-Stimmen deutlich gut.
Damit machte das Parlament den Weg frei für die weiteren Schritte auf dem Weg für die Sanierungen und den Ausbau des Hauses Sallmann inklusive Scheune und dem bestehenden Stadthaus sowie dem Neubau eines Verwaltungsgebäudes am Boulevard. Das letzte Wort haben die stimmberechtigten Kreuzlinger am 14. Juni 2026 an der Urne.
Parlament genehmigt höhere Kulturbeiträge und Einbürgerungen
Anschliessend beriet das Parlament die Erhöhung des jährlich wiederkehrenden Betriebsbeitrags von 380'000 Franken um 220'000 Franken auf total 600'000 Franken (indexiert) für die kommenden zehn Jahre an die drei Institutionen Seemuseum, Museum Rosenegg sowie Bodensee Planetarium und Sternwarte.
Bei einer Enthaltung hiess das Parlament die Botschaft mit 34 Ja- zu 1 Nein-Stimme deutlich gut. Auch diese Vorlage wird den Stimmberechtigten zur Abstimmung vorgelegt. Der Urnengang findet am 27. September 2026 statt.
Diskussionslos genehmigte das Parlament sämtliche Einbürgerungen. Des Weiteren beantwortete der Stadtrat die schriftliche Anfrage von Gemeinderätin Séverine Schindler namens der SVP-Fraktion betreffend Einführung des neuen Parkplatzregime, das der Stadtrat am 1. Juli 2025 in Kraft setzte.
Zudem hiess das Parlament den Vorschlag der Fraktion FDP für die Ersatzwahl von Markus Rüegger ins Büro des Gemeinderats gut. Die Ersatzwahl wurde aufgrund des Rücktritts von Gemeinderätin Silvia Cornel, FDP, per Ende Januar erforderlich.










