Wie die Gemeinde Köniz berichtet, wurden im Juni und Juli 2022 grössere Wassermengen illegal abgezapft. Die Gemeinde erstattet Anzeige.
Köniz
Die Gemeinde Köniz. - Nau.ch/Ueli Hiltpold
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Mitte Juni und Mitte Juli 2022 hatte die Wasserversorgung Köniz in der Versorgungszone, welche die Gebiete Niederscherli, Oberscherli und den unteren Teil von Oberbalm umfasst, einen auffälligen Wasserverbrauch registriert.

Der Pegel im betreffenden Reservoir sank überdurchschnittlich. Die Gemeinde erstattet wegen des Diebstahls nun Strafanzeige gegen Unbekannt. Es gehe auch darum, ein Zeichen zu setzen, sagt Hansueli Pestalozzi, Vorsteher der Direktion Umwelt und Betriebe. Wasserdiebstahl sei kein Kavaliersdelikt.

Wer ohne Genehmigung Hydranten anzapft, begeht Diebstahl und gefährdet unter Umständen sogar die Trinkwasserversorgung. Beim Anzapfen kann in seltenen Fällen ein Vakuum entstehen, wodurch verschmutztes Wasser zurück ins Trinkwassersystem fliesst.

Für grössere Mengen hat die Gemeinde ein Rückschlagventil

Wer grössere Mengen Wasser benötigt, kann bei der Gemeinde einen Zähler mit einem speziellen Ventil beziehen (Rückschlagventil). Damit ist ein legaler, kostenpflichtiger und dank des Ventils und der mitgelieferten Anleitung auch sicherer Wasserbezug möglich.

Allenfalls kann nur eine beschränkte Menge Wasser bezogen werden. Grundsätzlich ist die Wasserversorgung nicht auf die Entnahme von grösseren Mengen Wassers ausgerichtet (zum Beispiel für Bewässerungen).

Das System dient der Versorgung der Privathaushalte und Firmen mit Wasser für Industriebetriebe, Löschwasser und allenfalls für die Tränke von Grossvieh.

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