Nürensdorf

Nürensdorf ZH: Pfannenstiel verliert Derby deutlich mit 1:6

Der UHC Pfannenstiel unterlag in Nürensdorf ZH dem Aufsteiger UH Bassersdorf-Nürensdorf mit 1:6. Nach zwei Runden in der NLB bleibt das Team punktelos.

Nürensdorf ZH
Die historische Schmitte Bassersdorf (Symbolbild) - Nau.ch / Miriam Danielsson

Für den UHC Pfannenstiel war trotz dem frühen Führungstreffer von Burkhart beim Aufsteiger in Nürensdorf nichts zu holen. Die Zürcher Oberländer mussten sich verdientermassen UH Bassersdorf-Nürensdorf mit 1:6 geschlagen geben und stehen auch nach zwei NLB-Spielen punktelos da.

Pfanni war gewillt nach der knappen Niederlage in der Vorwoche gegen Ticino Unihockey die ersten Punkte einzufahren. Der Start gelang dabei nach Mass. Nach nur gerade 40 Sekunden fasste sich Neuzuzug Burkhart ein Herz, setzte zum Laufspiel an und traf flach zur 1:0-Führung für die Gäste.

In der Folge brauchte UBN einige Minuten um besser ins Spiel zu finden, je länger das Spiel dauerte, desto mehr übernahmen sie aber das Zepter, was sich dann auch im Schussverhältnis von 14:6 nach dem ersten Drittel widerspiegelte. Trotz den vielen Abschlussmöglichkeiten wollte dem Heimteam aber kein Tor gelingen, so auch nicht in der 13. Minute als sie nach einer Strafe gegen Luginbühl in Überzahl auflaufen konnten. Pfanni-Hüter Schindele bewahrte seine Farben zwei Mal gegen Weder vor dem Ausgleichstreffer.

In der Schlussphase des ersten Drittels hatte dann auch Pfanni durch Ernst, Ferrari und Schläpfer gute Möglichkeiten für einen weiteren Treffer, doch sie scheiterten allesamt am prächtig reagierenden Streissguth im Kasten von UBN. So führte Pfanni nach 20 gespielten Minuten mit 1:0.

Der Start ins Mitteldrittel gelang dann dem Heimteam besser. In der 22. Minute tankte sich Ganz auf der rechten Seite durch, bediente Bless, der den Ball zum 1:1-Ausgleich über die Linie drückte. Gut eine Zeigerumdrehung später waren beide Teams dem nächsten Treffer sehr nahe.

Zuerst verpasste Wittig für Pfanni ganz knapp im Slot und auf der Gegenseite traf Fenaroli von der linken Seite nur das Gehäuse. In der 28. Minute blieb dann den Heimfans der Jubel im Hals stecken. Bühlmann schaltete nach einem Ballverlust der Zürcher Oberländer blitz schnell um und bediente Weder am weiten Pfosten, der den Ball aber nicht im Tor unterbringen konnte. Noch mehr hatte dann J.Schindele für Pfanni.

In der 31. Minute traf er innert kürzester Zeit zwei Mal ans Lattenkreuz. Dies war umso bitterer, weil UBN in der 34. und 36. Minute mit einem Doppelschlag vom 1:1 auf 3:1 stellte.

Das 2:1 war ein absolut sehenswertes Tor über mehrere Stationen, wobei dem Tschechen Semerád im Slot extrem viel Zeit zugestanden wurde, so dass er sich die Ecke für seinen Treffer aussuchen konnte. Nur zwei Zeigerumdrehungen später nutzte UBN dann einen weiteren Ballverlust in der Mittelzone aus. Homberger spielte auf Ehrensperger und schon hiess es 3:1. In den verbleibenden Minuten bis zur zweiten Drittelspause geschah nicht mehr viel, so dass dies gleichbedeutend mit dem Drittelsresultat war.

Pfanni brauchte im letzten Drittel eine klare Steigerung, sollte das Spiel noch gedreht werden. Zuerst mussten sich die Gäste aber nach einer Strafe von Ernst in Unterzahl behaupten. Dies gelang nur bedingt, denn kurz vor Ablauf der Strafe fand Homberger Weder in dessen bevorzugter Abschlussposition und dies nutzte er eiskalt zum 4:1 aus.

In der 45. Minute kam dann Ferrari im Slot unverhofft an den Ball, doch er konnte diesen nicht an Streissguth vorbeibringen. Kurze Zeit später reduzierte Pfanni auf 2 Linien um das Tempo hochzuschrauben, doch gute Chancen blieben Mangelware. Im Gegenteil, es war oft UBN, dass mit schnellen Tempogegenstössen gefährlicher war.

So bspw. in der 48. / 49. / 55. Minute als Pfanni sich bei Torhüter Schindele bedanken konnte, nicht weiter in Rückstand zu geraten. In der Schlussphase setzte Pfanni mit dem Time-Out und der Herausnahme der Torhüters nach 56:20 alles auf eine Karte. Dies sollte sich aber nicht auszahlen.

Es waren Semerád und Bühlmann, die in der Schlussminute das Skore noch auf 6:1 erhöhten.

UBN konnte so seinen zweiten Sieg feiern und Pfanni verliess das Feld mit hängenden Köpfen. Mit einem Tor sind die Chancen einen Sieg einzufahren halt sehr gering und daran müssen die Zürcher Oberländer in den kommenden Wochen arbeiten. Es braucht mehr Kreativität, mehr Zug aufs Tor und mehr Abschlüsse, so dass dann auch die Torquote steigt.

Der einzige Torschütze Burkhart nach dem Spiel: Im ersten Drittel hatten wir das Spiel eigentlich gut unter Kontrolle, haben dem Gegner aber durch kleine Eigenfehler immer wieder einfache Chancen ermöglicht. Über das gesamte Spiel kam der Gegner nur selten durch gute Auslösungen zu gefährlichen Aktionen, wir waren offensiv aber zu wenig zwingend und hatten nur wenige Abschlüsse aufs Tor, die auch wirklich gefährlich wurden. Für die nächsten Spiele müssen wir zwingend die einfachen Fehler in der Auslösung unter Druck abstellen und offensiv gefährlicher werden.

Einfacher werden die Aufgaben am kommenden Wochenende nicht. Am Samstag, 26.09.2026 gastiert um 18.00 Uhr mit Unihockey Basel Regio der NLA-Absteiger in der 3-fach Kirchwies in Egg und tags darauf am Sonntag, 27.09.2026 heisst der Gegner um 17.00 Uhr in der MUR-Halle UHC Thun, der Qualifikationssieger der letzten beiden Jahre. Zwei echte Härteprüfungen für das Team, wo Pfanni definitiv nichts zu verlieren hat.

Meisterschaft, NLB

UH Bassersdorf-Nürensdorf UHC Pfannenstiel 6:1 (0:1, 3:0, 3:0) Turnhalle Hatzenbühl, Nürensdorf – 152 Zuschauer – SR: Aggeler / Braunwarth Tore: 1. Burkhart 0:1. 22. Bless (Ganz) 1:1. 34. Semerád (Blumer) 2:1. 36. Ehrensperger (Homberger) 3:1. 44. Weder (Homberger) 4:1. 60. Semerád (Blumer) 5:1. 60. Bühlmann (Weder) 6:1.

Strafen: 0-mal 2 Minuten gegen UH Bassersdorf-Nürensdorf, 2-mal 2 Minuten gegen UHC Pfannenstiel UH Bassersdorf-Nürensdorf: Streissguth (Tor), Hagen (Ersatz); Stadler, Frei, Blumer, Scheitlin, Ehrensperger, Mächler, Flotron, Fenaroli, Semerád, Cathomas, Kehl, Bühlmann, Homberger, Kläy, Dobosz, Bischofberger, Weder, Bless, Ganz UHC Pfannenstiel: F.Schindele (Tor), Edelmann (Ersatz); Kreienbühl, Burkhart, van Welie, Ernst, Kernwein; Bär, J.Schindele, Zehnder, Schaub, Nufer; Luginbühl, Rennhard, Ferrari, Schläpfer, Wittig; Keller, Perucchini, Ushiu.

Bemerkung: UHC Pfannenstiel ohne Bleiker, Dudler, Fässler, Karlsson, Rizzi, Schüpbach und Sorri. 23:01 Pfostenschuss UH Bassersdorf-Nürensdorf. 30:41 Lattenschuss UHC Pfannenstiel. 30:44 Lattenschuss UHC Pfannenstiel. 54:23 Time-Out UH Bassersdorf-Nürensdorf.

56:20-60:00 UHC Pfannenstiel bei Ballbesitz ohne Torhüter. 57:10 Time-Out UHC Pfannenstiel. 59:18 Pfostenschuss UH Bassersdorf-Nürensdorf.

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