Toggenburg

Energiestadt-Label wird nicht mehr erneuert

Die Gemeinde Bütschwil-Ganterschwil verzichtet künftig auf das Energiestadt-Label, verfolgt aber weiterhin konsequent die kommunalen Energieziele.

Die Gemeindeverwaltung in Bütschwil im Wahlkreis Toggenburg im Kanton St. Gallen.
Die Gemeindeverwaltung in Bütschwil im Wahlkreis Toggenburg im Kanton St. Gallen. - Nau.ch / Simone Imhof

Wie die Gemeinde Bütschwil-Ganterschwil berichtet, stellt der Gemeinderat bereits seit längerer Zeit das Kosten-Nutzen-Verhältnis des Energiestadt-Labels in Frage. Bevor per November 2026 eine weitere Rezertifizierung ansteht, wurde die Erneuerung eingehend und grundlegend thematisiert.

Die Energiekommission sowie abschliessend der Gemeinderat kamen einstimmig zum Entschluss, dass künftig auf das Energiestadt-Label verzichtet wird.

Das Energiestadt-Label verdeutlicht grundsätzlich die ökologische Grundhaltung, welche ein Gemeinderat vertritt. Es bescheinigt das Bewusstsein des Rates und effektive Massnahmen, welche die Gemeinde umsetzt. Damit verbunden werden Kriterien regelmässig geprüft, welche einzuhalten sind.

Erste Zertifizierung sinnvoll, heutige Beratung gesichert

Die erstmalige Zertifizierung war zum damaligen Zeitpunkt durchaus sinnvoll und berechtigt. Denn es kamen viele neue Themen auf, die grosse Herausforderungen mit sich brachten und zu denen Erfahrungswerte auf kommunaler Ebene tendenziell fehlten.

Es war sehr wertvoll, auf den Trägerverein Energiestadt stützen zu können. Es darf jedoch festgestellt werden, dass die Politische Gemeinde Bütschwil-Ganterschwil mit dem Energietal Toggenburg sehr gut beraten ist und inzwischen bei Bedarf auf ein grosses Netzwerk zurückgreifen kann.

Am 15. November 2022 wurde letztmals ein Zertifikat für vier Jahre ausgestellt. Es behält seine Gültigkeit somit noch bis November 2026.

Kosten-Nutzen-Abwägung führt zum Verzicht

Das Zertifikat wird nicht automatisch verlängert, weshalb Kosten für eine Rezertifizierung im Budget 2026 berücksichtigt werden müssten. Die Rede ist von rund 16’500 Franken für die Erneuerung des Labels (einmal fällig für vier Jahre) sowie von zusätzlich jährlich wiederkehrenden Kosten von 4500 Franken.

An den Rezertifizierungskosten beteiligte sich der Bund früher mit 4000 Franken, was aktuell nicht mehr der Fall ist. Die Energiekommission sowie abschliessend der Gemeinderat haben gestützt auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis einstimmig entschieden, dass künftig auf das Energiestadt-Label und die Mitgliedschaft beim Trägerverein verzichtet wird.

Der Jahresbeitrag an den Trägerverein wird somit im Jahr 2026 letztmals fällig. Die Zusammenarbeit mit dem Energietal Toggenburg bleibt jedoch ganz bewusst bestehen.

Energieziele bleiben trotz Verzicht

Denn am Energiekonzept wird trotz Verzicht auf das Label festgehalten. Der Gemeinderat und die Energiekommission werden die Energieziele auch darüber hinaus konsequent weiterverfolgen und dieser Thematik die nötige Aufmerksamkeit schenken.

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