Schweizer Sporthilfe investiert Rekordsumme in Spitzensport

Die Stiftung Schweizer Sporthilfe schüttete 2025 die Rekordsumme von 12,6 Millionen Franken aus. Davon profitierten über 1300 Athleten aus 89 Disziplinen.

Schweizer Sporthilfe Hallenstadion Zürich
Karateka Elena Quirici beim Super10Kampf 2022 der Schweizer Sporthilfe im Hallenstadion in Zürich. - keystone

Wie die Stiftung Schweizer Sporthilfe mitteilt, hat sie im Jahr 2025 so viele Mittel wie noch nie in den Nachwuchs und die Elite investiert: Über 1300 Athletinnen und Athleten aus 89 Sportarten erhielten insgesamt 12,6 Millionen Franken. Das Resultat: 152 Medaillen an internationalen Meisterschaften – ein eindrücklicher Beleg für die Wirksamkeit der Förderarbeit.

Es war ein olympisches Zwischenjahr, trotzdem blickt die Schweizer Sporthilfe auf ein aussergewöhnlich erfolgreiches Jahr 2025 zurück. 574 Eliteathletinnen und -athleten aus 49 Sportarten erhielten Förderbeiträge in der Höhe von insgesamt 9,8 Millionen Franken.

Die Beiträge bewegen sich zwischen 6000 und 30'000 Franken für olympische und paralympische Sportarten. Nicht olympische Sportarten werden mit einem Betrag zwischen 3000 und 15'000 Franken unterstützt.

2025 wurden zusätzlich 651 Patenschaften für Nachwuchstalente abgeschlossen. Privatpersonen, Stiftungen aber auch Unternehmen können mit einer Patenschaft für 2500 Franken direkt in ein Talent investieren und es so zusätzlich motivieren, seine Ziele zu verfolgen. Dadurch konnten fast 1.5 Millionen Franken direkt an vielversprechende Schweizer Talente ausbezahlt werden.

Patenschaften schaffen Perspektiven

«Für mich ist die Sporthilfe Patenschaft eine finanzielle Unterstützung, die dir bei deiner Profikarriere hilft, auch wenn du selbst die finanziellen Mittel dazu nicht hast. Ausserdem ist sie auch eine Motivationsspritze, denn du möchtest ja, dass dein Pate oder deine Patin stolz auf dich ist». Das sagt der Nachwuchsathlet und Ski-Freestyler Aurelien Coubes im Jahresbericht.

Die Nachwuchs-Leichtathletin Jenice Koller ergänzt: «Die Patenschaft ermöglicht es mir, mich voll auf meinen Sport zu konzentrieren und meine Ziele konsequent zu verfolgen. Gleichzeitig hilft sie mir, neue Kontakte zu knüpfen und potenzielle Sponsoren zu finden, was für junge Athletinnen oft sehr schwierig ist.»

Schweizer Sportgeschichte

Zahlreiche von der Sporthilfe unterstützte oder ehemals unterstützte Athletinnen und Athleten schrieben 2025 Sportgeschichte: Ditaji Kambundji holte als erste Schweizer Leichtathletin an einer Freiluft-WM Gold über 100 m Hürden.

Noe Seifert gewann Bronze im Mehrkampf an der Kunstturn-WM. Schwimmer Noè Ponti, der seit 2025 keine Unterstützung mehr erhält, sicherte sich zwei WM-Silbermedaillen im 50-Meter-Becken. Und die Schweizer Unihockey-Frauen krönten sich zu Weltmeisterinnen. Glanzlichter zu feiern gab es auch bei der alpinen Ski-WM sowie bei Heimwettkämpfen wie der Biathlon-WM in Lenzerheide und der Freestyle-Ski-WM in St. Moritz.

Im Rahmen eines Pilotprojekts Mannschaften unterstützt die Sporthilfe seit 2024 sechs Teams. Im Jahr 2025 profitierten diese von Beiträgen in der Höhe von insgesamt 641'600 Franken. Gefördert wurden die Frauen Teams vom Handball, Volleyball, Eishockey, Fussball, Unihockey so wie das Unihockey Männer-Team. Die starken Auftritte dieser Teams bei Welt- und Europameistershaften belegen den Erfolg dieses Fördermechanismus.

Stabile Finanzierung dank breitem Netzwerk

Der Betriebsertrag der Stiftung belief sich 2025 auf knapp 20 Millionen Franken. Hauptstütze ist die Stiftung Sportförderung Schweiz, die gemeinsam mit den Lotteriegesellschaften Swisslos und Loterie Romande rund 9,65 Millionen Franken beisteuerte.

Der symbolische Check wurde am 45. Sporthilfe Super10Kampf im ausverkauften Hallenstadion Zürich überreicht. Über 50 Unternehmen sowie eine wachsende Gemeinschaft von Spenderinnen und Spendern, Mitgliedern, und Stiftungen ergänzen das solide Finanzierungsfundament.

Neben dem traditionellen Sporthilfe Super10Kampf organisiert die Stiftung seit 1981 jährlich den beliebten Sporthilfe Nachwuchspreis und in der Westschweiz die Soirée Romande.

Spitzensport im Stiftungsrat vertreten

Seit Ende 2025 verstärkt Mountainbike-Legende Nino Schurter, Olympiasieger und zehnfacher Weltmeister, den Stiftungsrat der Schweizer Sporthilfe. Seine Berufung unterstreicht das Vertrauen, das Schweizer Spitzensportlerinnen und -sportler in die Arbeit der Stiftung setzen.

Die weiteren Mitglieder des Stiftungsrats sind Virginie Faivre, Lorenz Frey-Hilti, Kathrin Lehmann, Jürg Luginbühl, Nora Willi und Wendy Holdener. Das Präsidium besteht weiterhin aus Urs Wietlisbach, Bernhard Heusler und Thomas Amstutz.

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