Wie die Stiftung Sunneschyn in einer Medienmitteilung schreibt, wird die Geschäftsleitung der Stiftung Sunneschyn von einem Zweierteam wahrgenommen.
Institution passt ihre Struktur den veränderten Bedürfnissen an
Stiftung Sunneschyn in Meiringen schliesst Reorganisation nach drei Jahren ab. (Symbolbild) - Pixabay

Die demografische Entwicklung der Schweiz zeigt deutlich, dass die Gesamtbevölkerung zügig altert. Das geschieht auch in der Stiftung Sunneschyn Meiringen. Die letzten Jahre machen deutlich, dass beispielsweise der Pflegebedarf gestiegen ist. Die gemeinnützige Institution betreut, begleitet und fördert zurzeit rund 130 Menschen mit einer kognitiven und mehrfachen Beeinträchtigung.

Um den neuen Herausforderungen gerecht zu werden, hat die Stiftung 2019 beschlossen, die vom Branchenverband Curaviva empfohlene Lebensqualitätskonzeption einzuführen. Die Reorganisation wurde von einer externen Fachperson der Firma inOri GmbH aus Interlaken begleitet.

Oberstes Ziel ist es, die Struktur der Institution den veränderten Bedürfnissen der Klienten anzupassen. Dieser Prozess ist inzwischen weitgehend abgewickelt. Im kommenden Herbst wird auch die schrittweise Umsetzung abgeschlossen sein. «Ich hoffe sehr, dass wir den Schwung aus der Reorganisation mitnehmen können», sagt Susanne Huggler, die Präsidentin des Stiftungsrats.

 Reorganisation führt zu keinen Entlassungen

In der neuen Organisationsstruktur werden auf der Stufe Teamleitung die fachlichen von den Führungsaufgaben entkoppelt, was für eine unabhängigere und bessere Begleitung sorgen soll. So wurden zwei neue Funktionen geschaffen: die Spartenleitung und das Case Management. Die Case-Managerin beziehungsweise der Case-Manager ist die erste Ansprechperson für die Klienten. Die bislang flache Hierarchie wird aufgehoben, was den Mitarbeitenden mehr Aufstiegsmöglichkeiten bietet.

Der Stiftungsrat hält in aller Klarheit fest, dass die Reorganisation keine verdeckte Sparübung ist; sie führt zu keinen Entlassungen. Die Institution zählt insgesamt rund 230 Mitarbeitende, die sich circa 170 Vollzeitstellen teilen. Bei den Klienten im «Sunneschyn» handelt es sich um Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

In Meiringen geht eine Ära zu Ende. 40 Jahre lang war Christine Hegg für die Institution tätig, während einer längeren Zeitspanne auch in der Geschäftsleitung. Im Herbst wird sie das AHV-Alter erreichen und deshalb auf Ende Jahr in den Ruhestand treten.

Die Geschäftsleitung der Stiftung Sunneschyn wird künftig wieder von einem Zweierteam wahrgenommen: Zum einen von Manfred Pozvek, der seit 2014 in dieser Position tätig ist, zum anderen von Johannes Wyss, der 2006 zur Institution stiess, 2014 Bereichsleiter wurde und seit 2020 zur Geschäftsleitung gehört.

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