Oberried am Brienzersee

    Oberried am Brienzersee engagiert im Kampf gegen Plastikmüll

    Wie die Gemeinde Oberried am Brienzersee meldet, leistete sie durch das Sammeln von 811 Kilogramm Kunststoffen einen signifikanten Beitrag zum Recyclingprojekt.

    plastik
    Plastik. (Symbolbild) - Pixabay

    Die Gemischte Gemeinde Oberried ist Teil des schweizweit ersten, kantonal einheitlichen und national mit «Bring Plastic back» kompatiblen Sammelsystem für Haushaltkunststoffe.

    Mit dieser Berner Recyclinglösung, unterstützt von der AVAG Umwelt AG, starteten 50 Gemeinden im Mai 2023.

    Nach rund neun Monaten kann vermeldet werden, dass in 166 Berner Gemeinden bereits 527'000 Personen Zugang zum Sammelsystem haben.

    Oberried recycelt 811 Kilogramm Kunststoffe

    Die Akzeptanz dieser Recyclinglösung ist erfreulich, wurden bisher doch 1,28 Millionen kostenpflichtige Sammelsäcke in den Umlauf gebracht und total 430 Tonnen Kunststoff retourniert.

    Davon wurden im Jahr 2023 allein in der Gemischte Gemeinde Oberried 811 Kilogramm Kunststoffe gesammelt und dem Recycling zugeführt.

    Dies ist eine beachtliche Menge und zeigt, dass sich auch das Sammeln der vermeintlich kleinen Haushaltsanteile lohnt.

    Das Plastik-Recycling-System ist zertifiziert

    Das Sammelsystem ist nach den strengen Anforderungen des Vereins Schweizer Plastic Recycler zertifiziert.

    Die Zertifizierung beinhaltet ein komplettes und regelmässiges Stofffluss-Monitoring nach der Methode der EMPA.

    Dies garantiert, dass aus dem Plastikabfall auf sinnvolle Weise neue Rohstoffe gewonnen werden.

    Kunststoff wiederverwertet statt vernichtet

    Die Kunststoffsammlung der Gemischte Gemeinde Oberried ersetzte im stofflichen Recycling 406 Kilogramm Neumaterial, was 1217 Liter Erdöl einsparte.

    Das daraus gewonnene Regranulat reicht zum Beispiel für die Herstellung von 317 Meter Kabelschutzrohren.

    Die nicht recyclebaren Mischkunststoffe wurden der Zementindustrie als Ersatzbrennstoff zugeführt und ersetzten so 405 Kilogramm Stein- oder Braunkohle.

    Gegenüber der thermischen Verwertung in einer Kehrichtverwertungsanlage konnten 2295 Kilogramm CO2-Emissionen eingespart werden. Diese Einsparung entspricht einer Autofahrt mit einem Mittelklassewagen von 17'666 Kilometer.

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