Die Jungfraubahnen haben auch im ersten Halbjahr 2021 stark unter der Coronakrise gelitten. Trotz höherer Frequenzen auf der Flagship-Destination Jungfraujoch verharrte die Gruppe in den roten Zahlen.
Ein Bild der Jungfraubahn vor Alpenpanorama.
Ein Bild der Jungfraubahn vor Alpenpanorama. - Keystone

Von Januar bis Juni 2021 reisten 137'400 Besucher auf das Jungfraujoch, wie die Bergbahn-Betreiberin am Dienstag mitteilte. Gegenüber der vom Lockdown geprägten Vorjahresperiode bedeutet dies zwar ein Anstieg von 36 Prozent, allerdings waren die Frequenzen im ersten Semester 2019 noch mehr als drei Mal so hoch.

Insgesamt blieb der Verkehrsertrag der Gruppe gegenüber dem Vorjahr mit 34,7 Millionen Franken aber lediglich stabil. So wurden in der gesamten Jungfrau Ski Region im Winter weniger Skibillette verkauft, was den Anstieg in den Segmenten Jungfraujoch und Erlebnisberge nivellierte.

Dank der Nutzung des Instruments der Kurzarbeit und Kosteneinsparungen lag der operative Gewinn auf Stufe EBITDA mit 10,5 Millionen um 77 Prozent über dem Vorjahr. Unter dem Strich schrieben die Jungfraubahnen aber erneut einen Verlust von 9,8 Millionen gegenüber einem Fehlbetrag von 11,2 Millionen im Vorjahr.

Auf kurze Sicht zeigt sich das Unternehmen zurückhaltend. Für den Geschäftsverlauf werde es entscheidend sein, wie sich die Corona-Situation in Europa und weltweit weiterentwickle, so die Meldung. Für das vierte Quartal seien aber bereits wieder erste Reservationen aus Asien eingetroffen.

Mit einer Rückkehr in die Gewinnzone rechnet die Gruppe im Jahr 2021 nicht. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen erstmals in seiner Geschichte einen Verlust ausgewiesen. Allerdings könne für 2021 aus heutiger Sicht mit einem positiven EBITDA gerechnet werden.

Dank der guten Infrastruktur, einer starken Verankerung in den internationalen Märkten und einer soliden Finanzierung sieht sich das Unternehmen auf mittlere Sicht aber gut positioniert. So habe die Ende 2020 eröffnete V-Bahn eine wichtige Grundlage geschaffen, um nach der Krise von den sich bietenden Wachstumsmöglichkeiten zu profitieren.

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