Energiesparmassnahmen werden in Illnau-Effretikon ergriffen
Wie die Gemeinde Illnau-Effretikon mitteilt, werden erste Energiesparmassnahmen per sofort umgesetzt. Damit können rund zehn Prozent Energie eingespart werden.

Anfang September 2022 lancierte der Bundesrat eine Energiesparkampagne.
Durch freiwilliges Sparen soll der Energieverbrauch reduziert und so eine Mangellage möglichst vermieden werden.
Der Sparappell bildet die erste Massnahme in einer Kaskade von sich verschärfenden Einschränkungen, wenn Strom oder Gas knapp werden.
Die städtischen Liegenschaften und Anlagen machen am gesamten Verbrauch der Stadt Illnau-Effretikon einen Anteil von rund 6,4 Prozent beim Strom respektive 8,5 Prozent beim Gas aus.
Einsparmöglichkeiten für städtische Anlagen geprüft
Grösste Strom- und Gasbezügerin ist das Alters- und Pflegezentrum Bruggwiesen, das zusammen mit dem Stadthaus und dem Jugendhaus einen Nahwärmeverbund bildet.
Innerhalb der Stadtverwaltung hat eine Arbeitsgruppe mögliche Einsparmöglichkeiten geprüft.
Die Massnahmen wurden im Sinne einer Gesamtbeurteilung anhand der Kriterien «energetische Wirkung», «Auswirkung auf die Nutzenden» und «Aufwand für die Umsetzung» gewichtet und priorisiert.
Die evaluierten Massnahmen können in drei Gruppen respektive zwei Phasen unterteilt werden.
Sparmassnahmen der ersten Phase werden per sofort umgesetzt
Von einer Mangellage unabhängige, generelle Sparmassnahmen und Massnahmen der ersten Phase werden sofort umgesetzt; Massnahmen der zweiten Phase sollen je nach Situation zu einem späteren Zeitpunkt einzeln oder zusammengefasst ausgelöst werden.
Die definierten Massnahmen orientieren sich an den Empfehlungen des Schweizerischen Städteverbandes in Koordination mit anderen Gemeinden und Städten.
Die Raumtemperatur wird um zwei Grad gesenkt
Per sofort wird in sämtlichen öffentlichen Gebäuden die Raumlufttemperatur vom bisherigen Niveau um rund zwei Grad Celsius gesenkt.
In Gebäuden und Räumen, die nicht zwingend beheizt werden müssen, wird die maximal mögliche Temperaturabsenkung vorgenommen.
Die Beleuchtung in den Gebäuden wird reduziert, und die öffentlichen Wasserbrunnen bleiben abgestellt.
Die Nutzenden werden zudem auf den bewussten Umgang mit den Energieressourcen sensibilisiert.
Die Sonnenwärme soll genutzt werden
Dazu zählen unter anderem Verhaltensweisen wie Lichter konsequent löschen, Warmwasser sparsam nutzen, Geräte richtig abschalten und effektives Lüften.
Zudem sind Fenster- und Rollläden während der Heizperiode nach Arbeitsschluss zu schliessen, um den Wärmeverlust zu verringern.
Womöglich werden die Rollläden am Wochenende tagsüber gesteuert hochgezogen, um die Sonnenwärme zu nutzen.
Die Energiereduktion entspricht einem jährlichen Energieverbrauch von 50 Haushalten
Mit der Umsetzung der generellen Massnahmen und der Massnahmen der ersten Phase wird das Energiesparpotenzial auf rund zehn Prozent geschätzt.
Dies entspricht ungefähr dem jährlichen Energieverbrauch von 50 Durchschnittshaushalten mit vier Personen.
Das gesamte Stadthaus verfügt bereits über eine sparsame LED-Beleuchtung
Die im Jahr 2021 vorgenommene Umrüstung der gesamten Beleuchtung im Stadthaus auf LED-Technologie übte erfreulicherweise bereits einen deutlich messbaren Einfluss auf den Stromverbrauch für dieses Gebäude aus.
Das Sportzentrum Effretikon zählt zu den grossen städtischen Stromverbrauchenden.
Vor allem die Aufbereitung der Eisfelder erweist sich als sehr energieintensiv.
Die Eisfelder werden dennoch in Betrieb genommen
Auch in Absprache mit anderen Eisbahnbetreibenden und den involvierten Verbänden hat der Stadtrat entschieden, die Eisfelder ordentlich in Betrieb zu nehmen.
Ein Verzicht beziehungsweise eine zeitliche Verschiebung hätte massive Auswirkungen für die Vereine, deren Trainings- und Spielpläne sowie den öffentlichen Eislauf zur Folge.
Der Stadtrat erachtet es als zielführend, die Massnahmen in Koordination mit den übergeordneten Instanzen und anderen Städten und Gemeinden umzusetzen.
Die Einwohner werden gebeten, den Sparempfehlungen zu folgen
Er bittet die Bevölkerung und das Gewerbe, die Sparempfehlungen des Bundes auf der Webseite «nicht-verschwenden» ebenfalls zu beachten.
Ergänzend macht der Stadtrat auf das städtische Gesamtförderprogramm Energie aufmerksam, das Anreize schafft, energetisch wirksame Investitionen zu tätigen, um so den Energieverbrauch beziehungsweise den CO2-Ausstoss nachhaltig zu senken.
Auf der Gemeindewebseite unter dem Stichwort «Förderprogramm Energie» finden die Einwohner weitere Informationen.










