Naturschutz stoppt vorerst den Radweg Örmis
Die Stadt Illnau-Effretikon sistiert die Lückenschliessung beim Radweg Örmis. Das Projekt bleibt zwar im Richtplan, rückt aber in die Perspektive nach 2030.

Der Stadtrat hat das Projekt «Lückenschliessung Radweg Örmis, Bisikon bis Illnau» bis auf Weiteres sistiert, teilt die Stadt Illnau-Effretikon mit. Grund dafür sind unüberwindbare naturschutzrechtliche Vorgaben im Bereich des national geschützten Flachmoors Örmis.
Das Projekt wurde seit mehreren Jahren verfolgt, zuletzt unter Einbezug verschiedener Varianten, die auch Umweltaspekte berücksichtigen sollten. Trotz intensiver Abklärungen und Gespräche mit kantonalen Stellen zeigte sich, dass keine der geprüften Varianten mit den gesetzlichen Vorgaben zum Schutz von Flachmooren vereinbar ist.
Insbesondere würde ein Radweg zu zusätzlichen Störungen am Moorrand führen, was dem Schutzziel widerspricht. Auch Varianten abseits der bestehenden Bisikonerstrasse wurden aus fachlicher Sicht kritisch beurteilt, da sie mögliche künftige Pufferzonen tangieren könnten. Da diese Pufferzonen erst noch definiert werden müssen, kann das Projekt derzeit nicht weiterentwickelt werden.
Kernfahrbahn auf Bisikonerstrasse abgelehnt
Als alternative Massnahme ohne bauliche Eingriffe prüfte die Stadt eine Geschwindigkeitsreduktion mit einer sogenannten Kernfahrbahn auf der Bisikonerstrasse. Dieses Anliegen wurde jedoch von der Kantonspolizei Zürich abgelehnt.
Das Projekt bleibt im kommunalen Richtplan Verkehr verankert und wird im Aufgaben- und Finanzplan weiterhin in der Perspektive nach 2030 geführt.









