Glarus bewertet Fortschritte der Legislatur
Trotz finanzieller Herausforderungen erreicht Glarus viele Ziele der Legislaturplanung 2023 bis 2026 in Bereichen Bau, Bildung, Umwelt und digitale Angebote.

Wie die Gemeinde Glarus schreibt, haben der Gemeinderat und die Departementsleitenden im Februar 2026 den Fortschritt der Legislaturplanung 2023 bis 2026 bewertet. Viele Ziele konnten trotz herausfordernder finanzieller Lage bereits erreicht werden. Die Gemeinde Glarus bleibt weiterhin auf Kurs.
Die Legislaturplanung 2023 bis 2026 basiert auf den Schwerpunkten «leben und gestalten», sowie «schützen und entwickeln». Diese umfassen verschiedene Bereiche wie zum Beispiel Wohnraum, Hochwasserschutz, Bildung, digitale Angebote oder Umweltschutz. Sie wurde von der Gemeindeversammlung im November 2022 genehmigt.
Leben und gestalten – Fortschritte beim Bau
Beim Schwerpunkt eins «leben und gestalten» sind einige Ziele bereits erreicht. So wurde der Überbauungsplan Kartoni und Lunde-Areal genehmigt und die Baubewilligung erteilt.
Der Neubau beim Alterszentrum Bruggli wurde fristgerecht fertiggestellt und aktuell wird der bestehende Bau saniert. Aus Ressourcengründen sistiert wurde jedoch zum Beispiel die Planung der Überbauung Erlenhof beim Kasernenareal.
Die familienergänzende Betreuung wurde analysiert und es wurden erste bedarfsgerechte Verbesserungen eingeleitet. So konnten im Neubau beim Schulhaus Erlen 100 Mittagsplätze eingerichtet werden und die Öffnungszeiten der Tagesstrukturen wurden optimiert.
Weiter wurde daran gearbeitet, die Dienstleistungen der Gemeinde digital zugänglich zu machen.
Schützen und entwickeln – Projekte und Konzepte
Beim Schwerpunkt zwei «schützen und entwickeln» konnte eine Verordnung über den Hochwasserschutz in Kraft gesetzt werden und weitere Planungsarbeiten sind im Gange. Zu schaffen macht aus sowohl finanziellen wie auch personellen Gründen eine effektive und nachhaltige Neophytenbekämpfung.
Der notwendige Arbeitsaufwand ist immens. Die Rezertifizierung des Energiestadtlabels wurde im Jahr 2025 mit einer Wertung von 70,2 Prozent erreicht; das angestrebte Gold-Label (75 Prozent) wurde damit aber ganz knapp verpasst.
Erste Grundlagen für die kommunale Planung einer sinnvollen Erweiterung eines Fuss- und Veloverkehrsnetzes wurden erarbeitet und liegen bereits vor. Zudem wurde ein Elektromobilitätskonzept erstellt.
Haushaltsziele weiterhin herausfordernd
Eine Herausforderung bleibt für den Gemeinderat noch immer die finanzielle Lage. Das Ziel eines soliden Finanzhaushaltes ist nicht erreicht.
Einige gesetzte kostenintensive Legislaturziele wurden deshalb auf deren Machbarkeit hin überprüft. Die Investitionsplanung muss weiterhin an die negative Finanzsituation angepasst werden.










