Fribourg

    Freiburg kämpft mit angespanntem Wohnungsmarkt

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    Freiburgs steigende Bevölkerung und Mietdruck stellen die Stadt vor Herausforderungen. Politischer Wille soll bezahlbaren Wohnraum sichern.

    Freiburg
    Blick von Bourguillon auf die Stadt Freiburg mit dem Katzenturm. - Keystone

    Wie die Stadt Freiburg mitteilt, steht in der Stadt der angespannte Wohnungsmarkt mehr denn je im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Zwischen 2010 und 2024 nahm die ständige Wohnbevölkerung um 12,2 Prozent zu.

    Gleichzeitig verlassen alljährlich fast 150 Haushalte mit minderjährigen Kindern die Stadt, weil sie keine geeignete Wohnung finden.

    Dieses Phänomen, das mit dem Mietzinsdruck, dem Renovierungs- und Sanierungsbedarf des Immobilienparks und der Notwendigkeit einer qualitativ hochwertigen Innenentwicklung unter Einbezug der Aussenbereiche verbunden ist, stellt die Wohnungspolitik vor eine grosse Herausforderung: Wie kann man bezahlbaren Wohnraum anbieten und zugleich die energetischen, ökologischen und sozialen Anforderungen erfüllen?

    Mit seiner Mischung aus geschütztem mittelalterlichem Bauerbe und modernen Infrastrukturen, mit seinen neu gestalteten öffentlichen Räumen, mit seinem reichen Kultur-, Sport- und Kinderbetreuungsangebot, mit seiner wirtschaftlichen Dynamik, seiner Lebensqualität und vielem mehr verfügt Freiburg über einige Trümpfe, um diese Herausforderung zu meistern.

    Politischer Wille und begrenzte Handlungsspielräume

    Doch das reicht nicht, es bedarf auch eines starken politischen Willens. Die Förderung von Genossenschaftsbauten und grösseren Wohnungen sowie der Entwicklung nachhaltiger Stadtquartiere, die Begrenzung der Immobilienspekulation oder die Unterstützung der energetischen Sanierung von Gebäuden unter Berücksichtigung bewährter architektonischer, ökologischer und sozialer Praktiken sind Massnahmen, die der Gemeinderat in den nächsten Jahren umsetzen möchte.

    Gleichzeitig sind allerdings die der Stadt für diesen Bereich zur Verfügung stehenden Hebel begrenzt, und dies umso mehr, seit der Grosse Rat es abgelehnt hat, den Gemeinden ein Vorkaufsrecht einzuräumen, um den Sozialwohnungsbau zu fördern. Private Immobilienakteure spielen daher weiterhin eine Schlüsselrolle.

    Der Dialog zwischen allen Beteiligten – Behörden, Bauträgern, Eigentümern, Bürgern – ist unerlässlich, um die in der Wohnungspolitik festgelegten Ziele zu erreichen: die Bewahrung der sozialen und generationsübergreifenden Durchmischung Freiburgs und die Förderung einer nachhaltigen Stadt mit hoher Lebensqualität.

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