Frauenfeld TG: Neuer Wärmetauscher soll Altstadt mit Fernwärme versorgen
In Frauenfeld TG wurde am 11. August ein 8,7 Tonnen schweres Stahlpaket eingebracht. Damit soll künftig auch die Altstadt mit Fernwärme versorgt werden.

Die Fernwärmezentrale ARA in Frauenfeld wird ausgebaut. Am 11. August 2026 wurde der dritte Wärmetauscher angeliefert und in die bestehende Anlage eingebracht. Mit der zusätzlichen Leistung schafft Thurplus die Voraussetzungen, um auch die Altstadt mit Fernwärme versorgen zu können.
Schwergewicht für die Wärmeversorgung
Der neue Plattenwärmetauscher wurde mit einem Tieflader angeliefert und von Spezialisten in die bestehende Anlage eingebracht. Das rund 8'700 Kilogramm schwere Stahlpaket misst 4,2 Meter in der Länge, 0,8 Meter in der Breite und 3,85 Meter in der Höhe. Das Einbringen erforderte viel Präzisionsarbeit, da selbst kleinste Bodenabsätze eine Herausforderung darstellten.
«Mit dem Ausbau der Fernwärmezentrale ARA investieren wir in eine nachhaltige Energieversorgung für Frauenfeld. Der zusätzliche Wärmetauscher ermöglicht es uns, den Fernwärmering ARA gezielt weiterzuentwickeln. Damit schaffen wir eine wichtige Grundlage für die Versorgung der Altstadt mit erneuerbarer Wärme», freut sich Stefan Leuthold, Departementsvorsteher Thurplus, Freizeit und Sport, über diesen Meilenstein.
Fernwärmering ARA wächst weiter
Die Fernwärmezentrale ARA nutzt die Wärme aus dem gereinigten Abwasser der Abwasserreinigungsanlage (ARA) als erneuerbare Energiequelle für den Fernwärmering ARA. Das Netz versorgt insgesamt 15 Heizzentralen, die Schlossbadi und die Energiezentrale Altstadt mit Wärme. Die jährliche Wärmeabgabe beträgt rund 4,5 Millionen Kilowattstunden.
Geplant sind weitere Anschlüsse, darunter die Netzerweiterung Staubeggstrasse sowie die Versorgung des Einkaufszentrums Passage und des Hauses am Bahnhof. Mit dem dritten Wärmetauscher und einer zusätzlichen Netzpumpe schafft Thurplus die Grundlage für diese nächste Ausbaustufe.
Die Erweiterung der Fernwärmezentrale ARA ist Teil der langfristigen Entwicklung des Fernwärmerings. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, um das wachsende Netz rechtzeitig auf die kommenden Anschlüsse vorzubereiten.










