Frauenfeld TG: Ein Strampler erzählt von Flucht und Heimat
Im Cinema Luna in Frauenfeld TG läuft am Sonntag, 15. November 2026, der Dokumentarfilm «BABYBLU». Danach sprechen Regisseurin und Protagonistin.

Ein Babystrampler erzählt die Geschichte von Flucht, Heimat und Zugehörigkeit. Der Dokumentarfilm «BABYBLU. Das letzte Erinnerungsstück» begleitet die Familie Šabanović zwischen Bosnien und der Schweiz. An der Kinomatinée am Sonntag, 15. November 2026, im Cinema Luna teilen Regisseurin Edith Werffeli und Protagonistin Džehva Šabanović persönliche Erinnerungen.
Vor 30 Jahren flüchtete die Familie Šabanović vor dem Bosnienkrieg in die Schweiz. Für den Dokumentarfilm begleiten die Filmschaffenden Edith Werffeli und Lorenz Bohler die Familie zurück an Orte ihrer Erinnerung in Bosnien und an ihre heutigen Wirkungsorte in Zug. Im Zentrum des Films stehen Fragen nach kultureller Identität, Heimat und Zugehörigkeit – und danach, was es bedeutet, zwischen verschiedenen Welten aufzuwachsen.
Als roter Faden durch den Film dient der Strampelanzug des damals neunmonatigen Alens. Mutter Džehva nahm ihn mit auf die Flucht in die Schweiz – als einziges Erinnerungsstück aus der Zeit vor dem Krieg. Heute ist er im War Childhood Museum in Sarajevo ausgestellt und steht stellvertretend für Kinder weltweit, die durch Krieg und politische Unruhen ihre Heimat verlassen mussten.
Podium mit Regisseurin und Protagonistin
Im Anschluss an die Filmvorführung folgt ein Podiumsgespräch mit Regisseurin und Anthropologin Edith Werffeli und Hauptprotagonistin Džehva Šabanović, moderiert von Petra Hornung, Historikerin und Kuratorin am Historischen Museum Thurgau.
Die Kinomatinée findet am Sonntag, 15. November 2026, um 11 Uhr im Cinema Luna in Frauenfeld statt. Sie ist Teil des Rahmenprogramms der Sonderausstellung «Leben & Lassen. Spuren des Menschseins», die im Alten Zeughaus Frauenfeld noch bis am 29. November 2026 zu sehen ist. Im Anschluss an die Vorführung wird ein Apéro offeriert.










