Mit der Teilnahme am Projekt «Vorteil Naturnah» leistet die Stadt Frauenfeld einen wertvollen Beitrag an die Biodiversität.
Naturpark
Ein Stadtpark. - Keystone Symbolbild

Die Biodiversität schwindet, weil es immer weniger naturnahe Lebensräume gibt. Dieser Trend ist leider ungebrochen. Mit der Teilnahme am Projekt «Vorteil Naturnah», das vom Kanton Thurgau lanciert wurde, will die Stadt Frauenfeld diesem Trend etwas entgegensetzen. Ab April wird die Stadtgärtnerei deshalb zahlreiche öffentliche Flächen naturnah umgestalten.

Annähernd 40 Prozent der heimischen Säugetier- und Vogelarten sind bedroht, bei Reptilien und Amphibien sind es sogar drei Viertel aller Arten. Und fast jede dritte einheimische Blütenpflanze steht auf der Liste der bedrohten Arten.

Hauptursache für den Verlust dieser Artenvielfalt ist der dramatische Rückgang naturnaher Lebensräume, der unter anderem auf den hohen Siedlungsdruck, die zahlreichen «geputzten» Privatgärten mit robotergemähten Rasen und sterile gemeindeeigene Aussenräume und Grünflächen zurückzuführen ist.

Mehr Biodiversität

Die Stadt Frauenfeld schliesst sich deshalb dem Projekt «Vorteil Naturnah» des Kantons an und leistet damit einen wertvollen Beitrag für mehr Biodiversität in der Stadt. Konkret werden dieses Jahr Magerwiesen eingesät, einheimische Wildsträucher gesetzt und Krautsäume gepflanzt. An verschiedenen Standtorten in der Stadt werden Bauminseln begrünt und mit Trockensandsteinmauern ökologische Strukturen geschaffen. Der Zeughaus- und der

Talbachkreisel werden naturnah umgestaltet und bepflanzt. Anstelle von konventionellen Rasenflächen werden an verschiedenen Standorten Blumenrasen oder Blumenwiesen eingesät. Ziel ist es, den öffentlichen Siedlungsraum naturnah zu gestalten und so lebendige, robuste, artenreiche und pflegeleichte Aussenräume zu schaffen.

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