Flawil

Veloverkehr: Neues Pilotprojekt nimmt Fahrt auf

Nau.ch Lokal
Nau.ch Lokal

Flawil,

Flawil startet das Projekt «Velofreundliche Gemeinde» und sucht Bürgerinnen und Bürger für eine Arbeitsgruppe zur Förderung des Veloverkehrs.

Die Gupfengasse in Flawil.
Die Gupfengasse in Flawil. - Nau.ch / Simone Imhof

Wie die Gemeinde Flawil informiert, begleitet das Kompetenzzentrum Fuss- und Veloverkehr der Ostschweizer Fachhochschule OST Regionen, Städte und Gemeinden bei Planungen im Bereich der aktiven Mobilität. Als Pilotgemeinde für das Projekt «Velofreundliche Gemeinde» werden nun interessierte Bürgerinnen und Bürger für die Bildung einer Arbeitsgruppe gesucht.

Das Kompetenzzentrum Fuss- und Veloverkehr der Ostschweizer Fachhochschule OST begleitet Regionen, Städte und Gemeinden bei Planungen im Bereich der aktiven Mobilität. Sie bündeln Kompetenzen und bilden Synergien.

Das Kompetenzzentrum Fuss- und Veloverkehr der OST ist als kompetenter Beratungs-, Bildungs und Vernetzungspartner für die entsprechenden Anspruchsgruppen da. Dabei liegt der Fokus bei der Impulsberatung.

Die Gemeinde Flawil wurde vom Leiter des Agglomerationsprogramms St.Gallen – Bodensee eingeladen, sich zusammen mit der Ostschweizer Fachhochschule als Pilotgemeinde für das Projekt «Velofreundliche Gemeinde» zu engagieren.

Förderung des Veloverkehrs

Mit dem Bundesbeschluss Velo, Veloweggesetz, den Agglomerationsprogrammen und Richtplänen in Kantonen und Gemeinden sind in den nächsten Jahren ambitionierte Ziele zur Förderung des Veloverkehrs gesetzt.

Zur Zielerreichung werden Bund und Kantone insbesondere auf die Kooperation und Motivation von Gemeinden angewiesen sein, da ihr Engagement in vielen Bereichen entscheidend zur Schaffung attraktiver Bedingungen für den Veloverkehr sein wird.

In der Gesamtverkehrsstrategie des Aggloprogramms St.Gallen Bodensee («vermeiden – verlagern – verträglich gestalten») spielt der Fuss- und Veloverkehr eine wichtige Rolle. Damit der Fuss- und Veloverkehr seinen Anteil an der prozentualen Verteilung des gesamten Verkehrsaufkommens vergrössern kann, braucht es ein lückenloses und qualitativ hochstehendes Wegnetz. Hier soll das Projekt «Velofreundliche Gemeinde» einen Beitrag leisten.

Empfehlungen für Verbesserungen

«Velofreundliche Gemeinde» bietet Gemeinden die Möglichkeit, ihre Veloverkehrsqualität mit einem Kriterienraster zu erfassen, um konkrete Empfehlungen für Verbesserungen in folgenden Bereichen zu erhalten: Strukturelle Qualität der kommunalen Veloverkehrspolitik (Zuständigkeiten, Finanzierungen, Zielsetzungen, Konzepte); Prozessqualität der kommunalen Veloverkehrspolitik (Abläufe, Kommunikation, Aktionen, Projekte, Kooperationen) sowie Ergebnisqualität (Qualität Veloinfrastruktur, VeloPP, Anteil).

Als Projektziel werden in einem konkreten Aktionsplan auf Basis der Bewertungen in den obigen Bereichen Massnahmen vorgeschlagen, um Verbesserungen für den Veloverkehr zu erreichen. Diese Massnahmen werden in zwei vorangegangenen Workshops mit circa fünf bis zehn interessierten Personen aus der Gemeinde erarbeitet.

Gemeinde sucht interessierte Personen

Das Vorgehen startet mit der Bildung einer Arbeitsgruppe aus Verwaltung, Schule sowie vorwiegend Nutzerinnen beziehungsweise Nutzer aus der Bevölkerung. Wobei ausdrücklich gewünscht ist, dass auch unter 20-Jährige dabei sind und sich einbringen.

Die Gemeinde Flawil sucht nun interessierte Personen zur Bildung der mitwirkenden Arbeitsgruppe. Wie bereits erwähnt, sind ausdrücklich auch unter 20-jährige Personen angesprochen.

Der Workshop 1 dauert einen halben Tag und dient zur Einführung, einer Befahrung einer vorbereiteten Route in der Gemeinde inkl. Veloparkierung. Dabei wird ein Kriterienraster erstellt.

Der Workshop 2 dauert rund zwei Stunden. Dabei werden die Resultate vorgestellt, diskutiert und zusammen mit dem zuständigen Gemeinderat der Aktionsplan erarbeitet.

Kommentare

Weiterlesen

Screenshot La Weltwoche
304 Interaktionen
Experte verrät

MEHR AUS WIL

Uzwil SG
1 Interaktionen
Uzwil SG
Uzwil