Wie die Gemeinde Flühli LU berichtet, sieht das Budget 2022 einen Aufwandüberschuss von 464'778.32 Franken vor.
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Schweizer Franken. (Symbolbild) - dpa

Das Budget 2022 sieht einen Aufwandüberschuss von 464'778.32 Franken vor. Gegenüber dem Vorjahr nimmt der Aufwandüberschuss um 453'015.78 Franken ab. Die Erfolgsrechnung weist im Aufgaben- und Finanzplan in den Planjahren 2023 bis 2025 jährliche Aufwandüberschüsse von rund 1 Million Franken auf. Aufgrund des vorhandenen Eigenkapitals per 1. Januar 2021 von rund 8.3 Millionen Franken sind die Defizite einigermassen verkraftbar.

Die Bruttoinvestitionen enthalten diverse Projekte

Die vorgesehenen Bruttoinvestitionen in denselben Planjahren betragen rund 12.47 Millionen Franken. Darin enthalten sind u.a. 6 Millionen Franken für die Realisierung des Mehrzweckraumes mit Turnhalle und Schulraumerweiterung im Jahr 2023, Sanierung oder Neubau des Gemeindehauses für rund 1.8 Millionen Franken im Jahr 2024.

Die Planungskredite für das Gemeindehaus in der Höhe von 200'000 Franken und das Mehrzweckgebäude sowie für die Hallenbad AG jeweils in der Höhe von 300'000 Franken sind im Budget 2022 eingestellt. Im Bereich Bildung sind 107'000 Franken für neues Mobiliar und Informatikgeräte enthalten. Für Letzteres ist im Jahr 2023 eine zweite Tranche in der Höhe von 70'000 Franken vorgesehen.

Im Budget 2022 sind einige Sanierungen gedeckt

Weiterhin sind im Budget 2022 300'000 Franken für den Erhalt der Güterstrassen, 200'000 Franken für den Ersatz des Meili-Fahrzeuges inklusive Schneefräse, 100'000 Franken für Wasserzähler mit Leckerkennung, 345'000 Franken für die Sanierung der Kanalisationsleitung Wagliseiboden-Südelhöhe und 180'000 Franken für persönliche Brandschutzausrüstung der Feuerwehr eingestellt.

Ab 2025 ist mit weiteren Investitionen in die Sanierung der Schulgebäude in Flühli und grösseren Investitionen bei der Feuerwehr zu rechnen. Diese sowie der unumgängliche Anschluss der ARA Flühli und ARA Sörenberg an die ARA Talschaft Entlebuch sind in den kommenden Jahren.

Eigenmittel und Fremdkapital wird zur Finanzierung genutzt

Für die Finanzierung dieser Ausgaben werden bestehende Eigenmittel verwendet, aber auch Fremdkapital aufgenommen. Der Zeitpunkt für die Aufnahme von Fremdkapital ist ideal, trotzdem wird sich die Gemeinde verschulden. In der Folge wird sich das Pro-Kopf-Vermögen in eine Pro-Kopf-Verschuldung ändern.

Der Steuerfuss wurde für die Jahre 2022 bis 2025 mit 2.20 Einheiten eingesetzt. Die Finanzkennzahlen können dank vorhandenem Pro-Kopf-Vermögen von 6'000 Franken noch eingehalten werden. Allerdings sind der Selbstfinanzierungsgrad und der Selbstfinanzierungsanteil tief.

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