Künstliche Intelligenz bei der Gemeinde Emmen: SP will Klarheit
Die SP verlangt pero politischem Vorstoss vom Gemeinderat Emmen Antworten zum konkreten Umgang mit KI in der öffentlichen Verwaltung der Gemeinde.

Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in den Alltag – auch in Emmen. Nun bringt die SP das Thema politisch ein und verlangt vom Gemeinderat Antworten zum konkreten Umgang mit KI in der öffentlichen Verwaltung, wie die Gemeinde Emmen mitteilt.
In ihrem politischen Vorstoss hält die SP fest, dass mit Tools wie ChatGPT ein weiterer tiefgreifender Transformationsprozess eingesetzt habe.
«Generative KI ist für viele bereits zu einem fixen Bestandteil ihres (Arbeits-)Alltags geworden.»
Gleichzeitig fehle in der Emmer Digitalstrategie bislang eine klare Verortung des Themas.
Wo wird KI bereits eingesetzt und welche Richtlinien gelten?
Die SP sieht sowohl Chancen als auch Risiken.
Einerseits könne KI Mitarbeitende entlasten und Abläufe effizienter gestalten. Andererseits warnt sie vor Risiken im Umgang mit sensiblen Daten sowie vor möglichen Abhängigkeiten von einzelnen grossen Anbietern.
Konkret will die Partei vom Gemeinderat unter anderem wissen, wo KI heute bereits eingesetzt wird, ob ein Ausbau geplant ist und welche Auswirkungen dies auf Aufgabenprofile der Mitarbeitenden hat.
Zudem interessieren die SP verwendete Tools, Datenschutzmassnahmen sowie interne Richtlinien.
Intern erste Schritte umgesetzt
Ein Teil dieser Fragen wurde innerhalb der Verwaltung bereits aufgegriffen.
Der Gemeinderat hat 2025 ein verbindliches Merkblatt zum Umgang mit KI eingeführt. Dieses hält fest, dass keine vertraulichen Informationen, keine sensiblen Inhalte und keine Personendaten in entsprechende Systeme eingegeben werden dürfen.
«KI kann uns im Arbeitsalltag unterstützen, etwa beim Strukturieren von Texten oder bei Recherchen», sagt Michael Kost, Leiter Departement Kanzlei und Informatik bei der Gemeinde Emmen.
«Gleichzeitig ist entscheidend, dass wir klare Leitplanken setzen und insbesondere beim Datenschutz konsequent bleiben».
Antworten des Gemeinderats voraussichtlich innerhalb eines Jahres
Mehr als hundert Mitarbeitende der Gemeinde Emmen haben 2025 an einer internen Schulung zur Nutzung von KI-Sprachmodellen teilgenommen.
Gemeinsam mit den K5Plus-Gemeinden Ebikon, Horw, Kriens, Luzern und Sursee findet 2026 eine dreiteilige Impulsserie rund um den Einsatz von KI in öffentlichen Verwaltungen für alle Angestellten statt.
Mit der Interpellation will die SP nun eine breitere politische Diskussion anstossen und eine strategische Einordnung für die Gemeinde Emmen erreichen. Die Antworten des Gemeinderats werden innerhalb eines Jahres erwartet.










