Ebikoner stimmen über Deponie Stuben ab
In der Gemeinde Ebikon entscheidet die Bevölkerung am 15. Mai 2022 über die befristete Errichtung einer Deponie im Gebiet Stuben.

Am 15. Mai 2022 stimmen die Äbikerinnen und Äbiker über die Ausscheidung einer Deponiezone im Gebiet Stuben ab. Dafür müssen die Stimmberechtigten eine Teiländerung des Zonenplans und des Bau- und Zonenreglements gutheissen. Diese Änderung wäre nur vorübergehend, denn der Betrieb der Deponie würde auf sechs bis acht Jahre befristet.
Vorgesehen ist eine sogenannte Aushubdeponie des Typs A. Hier darf nur unverschmutztes Aushub- und Ausbruchmaterial gelagert werden. Mit anderen Worten natürliches Erdmaterial, Lockergestein und gebrochener Fels.
Das geplante Volumen beträgt total rund 380'000 Kubikmeter, was einer jährlichen Menge von 60'000 Kubikmetern entspricht. Das Positive daran ist langfristig würde mit dem Deponieprojekt die Bodenqualität im Gebiet Stuben deutlich optimiert.
Der Grund für die Verbesserung ist, im Gebiet Stuben wurde bis 1996 eine Bauschuttdeponie betrieben. Wegen dieser Nutzung ist noch heute ein Teil des Gebiets im Kataster der belasteten Standorte des Kantons eingetragen. Wenn nun neues, sauberes Material an der belasteten Stelle gelagert wird, resultiert daraus eine Bodenverbesserung und es können sogar zusätzliche Fruchtfolgeflächen geschaffen werden.
Gemeinde profitiert finanziell
Ein Deponieprojekt würde sich auch finanziell lohnen. Hans Peter Bienz, Gemeinderat Planung und Bau, sagt dazu, dass die Gemeinde mit der Deponiebetreiberin der Gloggner Familien AG aus Buchrain einen Ertrag von 3,5 Franken pro Kubikmeter vereinbaren konnte. Daraus resultiert ein jährlicher Gewinn von rund 200'000 Franken.
Bienz freut sich über die vielen Vorteile des Projekts, gleichzeitig ist ihm als zuständiger Gemeinderat aber bewusst, dass der geplante Deponiebetrieb eine gewisse Besorgnis auslösen kann. Namentlich in Bezug auf Verkehrsaufkommen und Lärm. Es müssen bei den Lärmimmissionen die geltenden Vorschriften eingehalten werden.
Bienz teilt ausserdem mit, dass zudem die Bautätigkeit in der Region gross ist und auch ohne Deponie Stuben auf der Schlössli- und der Adligenswilerstrasse Lastwagen, die unverschmutztes Aushub- und Ausbruchmaterial aus den Gemeinden Adligenswil, Udligenswil, Meggen, Meierskapel und Teilen Ebikons transportieren, verkehren. Er rechnet deshalb nicht mit einer Zuspitzung der momentanen Situation.